Neue Briefmarken

by Christian on 28 July, 2010

Der Vulkanausbruch ist weiterhin ein Thema in Island. Die isländische Post hat nun eine Serie von Briefmarken herausgegeben, die mit Bildern des Vulkanausbruchs auf der Fímmvörduháls und des Eyjafjallajökull geschmückt sind.

Vulkanbriefmarken
Vulkanbriefmarken

Bilder der neuen isländischen Briefmarken, Bilder von der isländischen Post.

Das besondere an den Marken ist, das sie mit einer Farbe hergestellt sind, die trachyandesische Asche mit einer Korngröße von 3 microns (μm) enthält.  Die trachyandesische Magma hat einen Silikatanteil von ca. 60% und kam aus einer Tiefe von etwa 7km mit einer Temperatur von über 1100°C. Die Asche entstand beim Kontakt zwischen der Magma und dem Gletschereis und hat dann ja die bekannten und weitreichend Probleme mit den Flügen in Europa verursacht.

Die Briefmarken sind von  Borgar Hjörleifur Árnason und Hany Hadaya entworfen worden, die Fotos dafür sind von Óskar Ragnarsson (1. Foto) und Ragnar Th. Sigurðsson (Fotos 2 und 3) aufgenommen worden.

Sie haben einen Wert von 75, 165 und 220 Kronen, was jeweils einem innerisländisch, einem nach Europa und einem nach Übersee verschickten Brief von 50g Gewicht entspricht.

Die Marken können in jedem isländischen Postamt oder online auf stamps.is erworben werden.

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Rückgang der Gletscher

by Christian on 24 July, 2010

Das Thema dieses Blogposts hat eine gewisse Verbindung zum letzten – den Rekordtemperaturen. Diese sorgen verstärkt dafür, das die Gletscher weltweit schmelzen, auch die in Island. Diesen Rückgang merkt man erst, wenn man einen Gletscher über eine gewisse Zeit verfolgt, das haben die Betreiber von “Extreme Ice Survey” getan und die Bilder zu sehr eindrucksvollen Zeitraffervideos zusammenmontiert.

Ein Beispiel ist das des Solheimarjökull in Südisland in der Nähe von Vík, der zwischen März 2007 und Januar 2010 kontinuierlich aufgenommen wurde. Weitere Beispiele sind auf der Webseite von “EIS” zu finden, hier nach ganz unten scrollen.

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Hitze

by Christian on 21 July, 2010

Auch wenn es mittlerweile wieder kälter ist – Island hatte in der letzten Woche seine eigene Hitzewelle. Bei anhaltend schönem Wetter stiegen die Temperaturen auf 20°C und darüber, was bei Windstille in Island Wetter für T-Shirts und kurze Hosen ist. Sicherlich kein Vergleich zu den Temperaturen von deutlich über 30°C in Deutschland aber trotzdem warm – ein Phänomen, das jeder Islandurlauber, der das schonmal erlebt hat, bestätigen kann.

Das Wetter ist aber nicht nur temporär warm, auch im langfristigen Vergleich ist es warm. So war der Juni 2010 der wärmste Juni seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Island und in diesem Jahr der vierte Monat in Folge der diesem Rekord bricht.

Er ist ausserdem der 304. Monat in Folge, der wärmer ist, als die Durchschnittstemperaturen des 20. Jahrhunderts.

Ein gutes hat das warme Wetter allerdings: Für dieses Jahr wird eine Rekordernte bei den in Island wachsenden Beeren (Blaubeeren und Krähenbeeren) erwartet. Aus Nordisland gibt es auch bereits Berichte über reife Krähenbeeren vier Wochen vor dem üblichen Beginn der Beerensaison.

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Strokkur in Zeitlupe

by Christian on 18 July, 2010

Als kleinen netten Film zum Sonntag hier ein Video, das den Strokkur in verschiedenen Einstellungen in Zeitlupe zeigt. Das ganze ist mit 300 Bildern/sec aufgenommen, so das der Ausbruch auf 1/10 der realen Geschwindigkeit verlangsamt ist. Bei Youtube selber gibts das Video auch noch grösser zu sehen.

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Sommerferien

by Christian on 16 July, 2010

Wer dem Blog regelmässig folgt, wird gemerkt haben, das die Postingfrequenz in den letzten Tagen etwas geringer war. Das wird auch für eine Weile so bleiben, da auch ich jetzt Ferien mache. Da bin ich dann nicht soviel am Rechner und kann folglich weniger schreiben. Ich werde mich aber bemühen, wichtige Ereignisse zeitnah zu berichten und nach dem Sommer in alter Frische weitermachen. Schönen Sommer.

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isländische Tomaten

by Christian on 13 July, 2010

Ich bin am Wochenende im Land unterwegs gewesen und habe dabei folgendes Bild gemacht:

tomatenstand

In diesem Stand gibt es isländische Tomaten in Selbstbedienung, die Tüte kostet 200 Kronen. Bezahlt wird in den grünen Kasten auf der rechten Seite.

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Nummernschilder und Inspektion

by Christian on 11 July, 2010

Nummernschilder gibt es natürlich auch an isländischen Autos und auch wenn sie recht ähnlich aussehen (dunkle Buchstaben auf weissem Grund) ist das System doch etwas anders.

Das Kennzeichen setzt sich normalerweise entweder aus zwei Buchstaben und drei Ziffern (also XY 123) oder neuerdings aus drei Buchstaben und zwei Ziffern (also XYZ 12) zusammen. Eine Zuordnung der Kennzeichen zu Städten gibt es nicht.

Ein Kennzeichen wird einem Auto bei der Erstzulassung zugeordnet und bleibt dann solange gleich, bis das Fahrzeug verschrottet wird. Auch bei zwischenzeitlicher Abmeldung gibt es das gleiche Kennzeichen wieder.

Wer mag, kann sich ein Wunschkennzeichen mit bis zu sechs frei wählbaren Zeichen (also alle Buchstaben und Zahlen) wählen, und zahlt dafür 50.000 Kronen.

Die Kennzeichen sind auch wichtig, um zu bestimmen, wann ein Fahrzeug zur Inspektion gebracht werden muss – vergleichbar dem deutschen TÜV. Dabei bestimmt die letzte Ziffer des Nummernschildes den Monat, in dem man bei der Inspektion erscheinen muss, bei Autos mit Wunschkennzeichen ist es die Ziffer des Nummernschildes, das das Auto bei der Erstzulassung erhalten hat.

nummer1

Wer also eine “2″ hinten stehen hat, muss im Februar zur Untersuchung.

Neuwagen müssen das erste Mal nach drei Jahren zur Inspektion, ansonsten ist das jährlich fällig.

Wer die Inspektion besteht, erhält einen Aufkleber auf das Nummernschild, das das Jahr anzeigt, in dem man das nächste Mal zur Untersuchung muss.

nummer3

In diesem Fall also 2011, unter der Plakette schaut die alte von 2010 hervor. Wer die Untersuchung nicht besteht, die Mängel aber nicht so schwerwiegend sind, daß das Fahrzeug direkt stillgelegt wird (also Nummernschilder einbehalten werden), hat vier Wochen Zeit, das Auto zu reparieren und dann erneut vorzustellen. Auf das Nummernschild kommt dann eine grüne Plakette mit dem Monat in dem man erneut erscheinen muss, dabei fällt dann auch eine geringere Gebühr an.

nummer2

Dieser Fahrzeug muss demnach im April wieder zur Untersuchung erscheinen, der späteste Termin steht auf dem Mängelzettel. Für die Inspektion besteht eine Karenzfrist von 2 Monaten, wer erst danach zur Untersuchung kommt, muss eine Strafe von 15.000 Kronen zahlen.

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Neue Dampfwolke am Eyjafjalajökull

by Christian on 9 July, 2010

Am Eyjafjallajökull steigt seit gestern abend eine neue Dampfwolke in den Himmel – sie erreicht dabei Höhen von etwa 3000m.

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Wie die Wolke, die auch auf den Webcams gut zu sehen ist, entsteht, ist momentan unklar. Experten wiesen aber darauf hin, das sich im Krater eine Menge Wasser befindet, das jetzt vermutlich mit immer noch sehr heisser Lava in Kontakt gekommen ist.

Die Wolke enthält aktuell keinerlei Asche und es gibt auch keine Anzeichen für eine fortgesetzte Aktivität wie Erdbeben oder erhöhter Tremor.

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Polnischer Supermarkt

by Christian on 6 July, 2010

Wer in Island einkaufen geht, hat ausserhalb der grösseren Städte nicht wirklich die Auswahl zwischen mehreren Supermärkten. Und auch in Reykjavik selber gibt es eine gute Handvoll Läden, wobei sich das Sortiment aber ähnelt.

Eine Abwechslung in den Einkaufsalltag bringt der polnische Minimarket in Breidholt (und auch in Keflavik), hier bekommt man Lebensmittel, die sonst in Island unüblich sind.

minimarket

Das sind neben den Produkten der polnischen Metzgerei Kjötpol (die gute Waren herstellt) auch mal andere Säfte, Piroggen aus der Tiefkühltruhe und noch einiges mehr.

Nur eines ist komisch, wenn man sich ans isländische gewöhnt hat: Das man in einen Supermarkt geht, in dem man erstmal die Beschriftung nicht versteht – es gibt allerdings zumindest eine Kurzbeschriftung auf isländisch.

Zu finden ist der Minimarket Drafnarfelli 6-14 in 111 Reykjavík, geöffnet ist wochentags von 10-22, Samstags von 10-21 und Sonntags von 10-20 Uhr.

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Seljavallalaug vorher und nachher

by Christian on 5 July, 2010

Das Seljavallalaug ist eines der älteren Freibäder im Süden Islands, das mit geothermalem Wasser gefüllt wird. Das es südlich des Eyjafjallajökull liegt, war es durch die Ascheniederschläge recht stark betroffen. Die folgenden beiden Fotos stammen aus der Ausgabe des Frettabladid vom 03. Juli, sie zeigen das Schwimmbad einmal während der Reinigungsarbeiten und dann letzte Woche. Erstaunlich finde ich, wie gut sich die Natur regeneriert hat.

asche vorher

Reinigungsarbeiten am Seljavallalaug.

asche nachher

Diesselbe Gegend einige Wochen später.

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