Jólasveinar

by Christian on 11 December, 2005

Früher gab es im isländischen Volksglauben je nach Landesteil eine verschiedene Anzahl von Weihnachtsmännchen (wörtlich übersetzt eigentlich Weihnachtszwerge). Die Zahl 13 kommt ist erstmals im 18. Jahrhundert in einem Gedicht über die Riesenmutter Grýla genannt, die Namen in der Volkssagensammlung Jón Árnason um 1862 festgelegt. Das waren 13 grobe, raue Gesellen. Heutzutage bringen sie aber auch Geschenke und tragen die werbewirksameren roten Mäntel.

Sie kommen ab dem ab dem 12. Dezember aus den Bergen zu den Menschen. Jeden Tag kommt einer hinzu bis am Aðfangadagskvöld (Anfangsabend, Heiliger Abend) alle zusammen sind. Danach geht täglich wieder einer zurück bis am þrettándan (dem 13. Weihnachtstag / Heilige Drei Könige, 6. Januar) alle wieder verschwunden sind.

Ihre Mutter ist das Trollweib Grýla und Leppalúði ihr Vater. Die Jólasveinar bringen keine Geschenke, sondern stehlen hier und dort etwas Essbares und ärgern die Menschen jeder auf seine Weise. Grýla ist eine Schreckgestalt, der nachgesagt wird, dass sie am liebsten unartige Kinder fresse. Zu ihren Hausgenossen gehört auch Jólaköttur (die Weihnachtskatze). Sie frisst faule Leute, die nicht alle Wolle vom Herbst verarbeitet hatten. Die Fleißigen bekommen zu Weihnachten Jólaföt (Weihnachtskleidung), etwas zum Anziehen.

Das Bild zeigt Grýla mit einem ihrer Männer und Jólaköttur. Die restlichen Weihnachtszwerge gibt es in der Reihenfolge ihres Erscheinens hier im Blog…
Link: Jólasveinar in der Wikipedia.

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