geothermale Energie

by Christian on 27 February, 2006

Wer in der Gegend des Geothermalgebietes von Hengill am Þingvallavatn solche Röhren in der Landschaft sieht, hat einen Teil der Heisswasserversorgung Reykjaviks entdeckt.

Hier wird aus 18 Bohrlöchern (in Benutzung sind aktuell 5) aus bis zu 2000m Tiefe 350°C heisser Wasserdampf gefördert.

Diese futuristisch aussehenden Gebilde stehen über den Bohrlöchern, in diesem Fall Bohrloch Nr. 2 mit 1700m Tiefe. Der heisse Dampf wird dann zum Geothermalkraftwerk Nesjavellir geleitet, wo die Energie über Wärmeaustauscher auf kaltes Wasser aus dem Þingvallavatn übertragen wird. Dieses wird dabei auf ca. 90°C erwärmt und durch eine gut isolierte Rohrleitung nach Reykjavik gepumpt, wo es nach ca. 7h mit nur 2°C Wärmeverlust ankommt.

Kraftwerk Nesjavellir

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Robert Alms February 27, 2006 at 19:08

Mmh nur 2 °C Wärmeverlust auf 7h ist relativ gut denk ich mal. Wie liegen denn die Preise für Wasser, Gas und Strom.
Nur leider finde ich wieder, dass solche Sachen die schöne Natur zerstören, aber besser als Kohlekraftwerk etc.

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energiepass January 7, 2009 at 08:53

Die 2°C sind realistisch, bei den Wassermengen, die dort bewegt werden. Ich bin ziemlich begeistert, wie konsequent die Isländer auf Geothermie setzen. Allerdings sollte man die Euphorie in Deutschland bremsen, wo ungleich andere Bedingungen herrschen und die Tiefengeothermie auch ernste Probleme mit sich bringt

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