Für die ersten 72 Stunden des explosiven Ausbruchs des Eyjafjallajökull gibt es jetzt eine Schätzung der Geowissenschaftler der Universität über die ausgeworfenen Lava- bzw. Tephramengen. Als Tephra werden unverfestigte vulkanische Aschen bezeichnet.
Dem Bericht zufolge gibt es drei Arten von eruptiven Produkten:
- Tephra in den Eishöhlen unter dem Gletscher nahe bei der Eruptionsspalte, Volumen ca. 30 Mio m³
- Tephra, die die Gletscherlagune des Gígjökull auffüllt und die durch die Flutwellen aus geschmolzenem Eis dort hinuntergetragen wurde, Volumen ca. 10 Mio m³
- in die Luft geschleuderte Tephra, die durch den Wind nach Osten und Süden verweht wurde, Volumen ca. 100 Mio m³.
Zusammen ergibt das eine Menge an eruptivem Material von 140 Mio m³ in den ersten 72h. Da dieses Material nicht verdichtet ist, entspricht das etwa einer Magmamenge von 70-80 Mio m³. Im Durchschnitt wurden 300 m³/s oder 750 Tonnen/s ausgeworfen.
Diese Auswurfrate ist damit durchschnittlich 10-20 mal so hoch wie für den Ausbruch auf der Fimmvörðuháls.
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