Bankmanager zu Gefängnisstrafe verurteilt

by Christian on 17 December, 2013

Letzte Woche hat das Bezirksgericht in Reykjavik vier ehemalige Manager der Kaupthing Bank für Finanzverbrechen zu Strafen zwischen 3 und 5 1/2 Jahren verurteilt. Zusätzlich müssen die Manager einen Teil der Kosten für das Verfahren tragen.

Nach Ansicht des Gerichts haben die vier Manager zusammengearbeitet um zu verschleiern, das einer der Investoren von Kaupthing, Mohammad Bin Khalifa Al-Thani, mit von der Bank geliehenem Geld 5,01% der Aktienanteile der Bank erworben hat, was illegal ist. Die Ermittlungen reichen zurück bis zum isländischen Bankencrash im Jahr 2008.

Demnach muß der frühere Kaupthing Direktor Hreiðar Már Sigurðsson für 5 1/2 Jahre ins Gefängnis, abzüglich der Zeiten, die er in Untersuchungshaft verbracht hat. Zusätzlich muss er 33,4 Mio ISK (gute 2 Mio Euro) an Verfahrenskosten zahlen.

Sigurður Einarsson (der zwischenzeitlich auch zur Fahndung über Interpol ausgeschrieben war) muss für 5 Jahre ins Gefängnis und 14,3 Mio ISK zahlen, Ólafur Ólafsson muss für 3 1/2 Jahre ins Gefängnis und 20,6 Mio ISK zahlen und Magnús Guðmundsson für 3 Jahre ins Gefängnis.

Gegen die Urteile können noch vor dem obersten Gerichtshof Islands Rechtsmittel eingelegt werden, es wird auch erwartet, das das geschieht. Sollten die Urteile rechtskräftig werden, können sie nicht zur Bewährung ausgesetzt werden.

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Silke December 19, 2013 at 15:22

Ich finde es gut zu hören, dass die Verantwortlichen auch wirklich zur Verantwortung gezogen werden und hoffe, dass die Urteile auch rechtskräftig werden. Das sind ja schließlich keine Kavaliersdelikte, nach denen man einfach so “zur Tagesordnung übergehen” kann.

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