Entwicklung am Bárðarbunga [28.]

by Christian on 8 October, 2014

Die Eruption läuft weiterhin stabil und breitet sich weiter aus und bedeckt mittlerweile mindestens 52,7 Quadratkilometer (die letzten Zahlen zur Fläche stammen vom letzten Wochenende, die Ausbreitung dürfte mittlerweile grösser sein). Auch am Bárðarbunga gibt es keine Veränderungen, die Caldera senkt sich weiterhin ab und es gibt auch weiterhin Erdbeben.

Für Aufregung sorgten gestern Bilder im Internet, die eine Gruppe kasachischer Milliardäre dicht vor der Lava zeigten. Diese hatten sich einen Hubschrauber gemietet und waren ohne Genehmigung in der Sperrzone gelandet. Glück für sie war, das der Wind in die richtige Richtung stand und sie damit nicht plötzlich in einer Schwefeldioxidwolke standen (was dicht an der Eruptionsstelle schnell lebensgefährlich wird). Die Polizei zeigte sich wenig amüsiert und ermittelt in dem Fall. Und es sieht so aus als hätte der Vorfall zumindest für den Hubschrauberpiloten Konsequenzen.

Dann bin ich auf ein Interview mit dem Geologieprofessor Robert White von der Universität von Cambridge gestossen. Seine Arbeitsgruppe untersucht eigentlich Mikrobeben an der Askja und hat dazu ein grosses Meßfeld aus Seismometern aufgebaut. Da sich die Holuhrauneruption aber in derselben Gegend ereignete (und zusätzliche Geräte aufgestellt werden konnten), wurde diese Eruption seismisch in allen Einzelheiten aufgezeichnet, was sie wohl zur am genauesten beobachteten Eruption aller Zeiten macht. White bezeichnet das im Interview als “Luck and Lava” (“Glück und Lava”).

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