Videos der Eruption

by Christian on 10 November, 2014

Videos der Spalteneruption sind nicht nur hübsch anzuschauen, sie zeigen auch, wie sich die Eruption über die Zeit verändert (es lohnt sich, beide Videos in HD anzusehen). Das erste Video ist im September aufgenommen worden, dort sieht man noch sehr schön, wie hoch die Lava damals spritzte.

Auch wenn der Ausbruch an sich nach wie vor mit unverminderter Stärke läuft, hat sich die Eruption doch verändert. Im Bereich des Hauptkraters hat sich ein Lavasee gebildet, der kaum noch Fontänen bildet, wie im zweiten Video zu sehen ist, das Anfang November aufgenommen wurde. Der Lavastrom in nördlicher Richtung ist immer noch vorhanden und man kann auch schön sehen das das frische Lavafeld noch so heiss ist, das kein Schnee darauf liegenbleibt.

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Silke November 10, 2014 at 11:09

Faszinierende Videos! Danke!
Die Bilder sind ja schön anzusehen, wenn da nur die giftigen Gase nicht wären…
Gruß, Silke

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Kerstin November 10, 2014 at 12:04

Sehr schöne Aufnahmen! Immer wieder faszinierend.

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Serian T. Kallweit November 10, 2014 at 13:18

Wow, die Lava ist ja immer noch unglaublich in Wallung da in den zusammengewachsenen Kratern.
Ich frage mich, ob die nicht mehr so hohe Fontänen- Bildung darauf zurückzuführen ist, dass die Lava/das Magma etwas Gas-ärmer geworden ist, oder ob es eher daran liegt, dass mit dem Anwachsen der Kegel (ich schätze sie inzwischen auf locker 80 m hoch) der Lavasee einen so hohen Lavaspiegel hat (das sieht man toll in der Längsansicht), dass der Druck von unten nicht mehr ausreicht, die Lava sehr hoch spritzen zu lassen. Immerhin hat Lava eine Dichte von 2-3 Tonnen/m³. Und so stark, wie die Lava in den Kratern am Wallen ist, kommt da noch eine Menge Gas von unten. Wäre der Lavasee 30/40 Meter tiefer, gäbe es vermutlich auch noch die hohen Fontänen.

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Christian November 10, 2014 at 15:47

Die Gasmengen, die die Eruption freisetzt sind immer noch sehr hoch (aktuelle Schätzungen liegen bei 35.000 Tonnen/Tag). Keine Ahnung ob es daran liegt, oder ob die Oberfläche im Moment gross genug ist, das es so freigesetzt werden kann. Brodeln tut jedenfalls noch ganz gut.

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Chris November 11, 2014 at 20:40

Hallo zusammen,
ich hab mal eine Frage, weiß jemand welchen VEI die Eruption in etwa bekommen würde? Wenn ich es richtig versteh müsste es ja vom Volumen ca. VEI 4 sein, aber sonderlich hoch (bzw. explosiv) ist es ja nicht.
Liebe Grüße und vielen lieben Dank für den Blog
Chris

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Christian November 11, 2014 at 20:45

Das ist genau das Problem mit dem VEI (volcanic explosion index), der ist eigentlich für explosive Eruptionen gedacht. Volumenmässig kommt es etwa hin.

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Sepp von dr Olm November 12, 2014 at 01:29

Mit über 70km2 Fläche und einer angenommenen Dicke von 15m ergeben sich 1.05km3 an Volumen, damit wäre man bereits bei VEI 5. Interressant: Nimmt man 8km Durchmesser der Caldera des Bardabunga und 50m Einsenkung an dann ergibt das 0.84km3 (Kegelform).

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christian siegel November 12, 2014 at 05:09

Hallo allseits , auch ich habe immer wieder Probleme mit diesem VEI , der eher ein Mass für einen bestimmten explosiven Moment darstellt , aber eigentlich nichts über die Gesamtmagnitude eines Ausbruchs aussagt . Allerdings hab ich auch keine Idee , denn wie wollen wir zB den Stromboli bemessen , soll die Gesamtfördermenge der letzten 2000 Jahre aufsummiert werden ? Villeicht bestünde eine Möglichkeit etwa die Jahres- oder Dekadenfördermenge zu bestimmen . Allerdings zeigt sich sogleich , dass jeder Vulkan so eigen ist , dass es kaum möglich scheint ein Universalmass zu erstellen .
Frage : gibt es einen trend in der Zusammensetzung der Lawa ?
schönen Tag an alle
Chri

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