Entwicklung am Bárðarbunga [34.]

by Christian on 1 December, 2014

Die Nornahrauneruption (meinetwegen auch Holuhrauneruption) läuft stark weiter, pro Sekunde werden bis zu 130 Kubikmeter Lava freigesetzt. Das Lavafeld hat mittlerweile eine Ausdehnung von über 75 Quadratkilometern. Ob und wann diese Eruption enden wird, ist aktuell völlig unklar.

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Ausbreitungskarte der Nornahrauneruption vom 30.11.2014, Original von der Universität von Island.

Was man auf der Karte schön sieht, ist das die Ausbreitung im wesentlichen nach Süden erfolgt und sich dieLava in die im Winter wenig Wasser führende Jökulsá á Fjöllum ausbreitet.

An der Bárðarbunga geht die Absenkung weiter, wie die untenstehende Graphik der isländischen Geologen zeigt. Interessant zu sehen ist, das die Absenkung des Calderabodens nicht gleichmässig erfolgt, sondern im Norden der Caldera stärker ist. Hier waren in den letzten Wochen auch die Erdbeben konzentriert.

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Absenkung des Gletschers über der Bárðarbungacaldera. Graphik von der Universität von Island, Original hier.

Für weitere Probleme (allerdings nur für die Wissenschaftler) sorgt aktuell das Wetter. So hat am Wochenende ein starker Sturm die Messung kleiner Erdbeben (die gehen quasi im Lärm unter) unmöglich gemacht. Und auch die Messung der emittierten Schwefeldioxidmessungen aus grösserer Entfernung ist durch die kurze Taglänge erschwert. Für die Messung wird UV-Licht (als Anteil am normalen Licht) benötigt, was im Moment nicht in grossen Mengen zur Verfügung steht, da es zu früh dunkel wird.

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