Bauhaus in Island

by Christian on 9 January, 2012

Die Baumarktkette Bauhaus steht kurz davor, in Island ihre erste Filiale zu eröffnen. Das ist an sich nicht weiter spannend – würde der Versuch dies zu tun nicht weiter zurückreichen.

Bauhaus hatte seit 2003 versucht, auf dem isländischen Markt Fuß zu fassen war zunächst aber von den Mitbewerbern und der Politik unfair ausgebremst worden und musste den Weg über die Gerichte gehen. Letztendlich konnte der Konzern ein Stück Land erwerben und dort auch ein entsprechendes Haus bauen – die Eröffnung war dann für Anfang Dezember 2008 geplant. Für dieses Datum liefen die Planungen, es war bereits Personal eingestellt – und dann kam bekannterweise die Finanzkrise.

Das führte dazu, das die Angestellten entlassen und die Eröffnungspläne auf Eis gelegt wurden. Damals wurde betont, das dieses keinen endgültigen Abschied von Island bedeuten würde, die Zweifel an dieser Aussage waren aber relativ gross. Nun scheint der Konzern zum Schluß gekommen zu sein, das Island als Markt wieder lohnend ist.

Nach Aussage des Vorstandsvorsitzenden Mads Jörgensen erwarte Bauhaus am Anfang nicht, Gewinne zu machen, es wäre finanziell aber sinnvoller, den Laden zu eröffnen, als weiterhin Unterhalt und Steuern für ein leerstehendes Gebäude zu zahlen. Mit der Entscheidung entstehen zudem 60-80 neue Arbeitsplätze.

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Veränderungen in der Regierung

by Christian on 2 January, 2012

Mit dem Jahreswechsel ist in Island die Regierung umgebildet worden, die Zahl der Ministerien hat sich von 12 auf 8 verkleinert.Zum ersten Mal in der Geschichte des Landes haben die Frauen ausserdem im Kabinett die Mehrheit, 4 Frauen und 4 Männer als Minister sowie die Ministerpräsidentin Jóhanna Sigurðardóttir.

Den Auftakt für die Umbildung der Regierung machte die Entlassung von zwei Ministern – dem links-grünen Minister für Fischerei und Landwirtschaft Jón Bjarnason, sowie dem sozialdemokratischen Wirtschaftsminister Árni Páll Árnason.

Jón Bjarnason war mindestens seit dem Sommer in der Regierungskoalition umstritten, da er ohne weitere Absprache in der Koalition ein Gesetz zur Veränderung der Fischereiquoten ins Parlament eingebracht hatte. Zudem gilt er als europakritisch und stand den Beitragsverhandlungen zur EU kritisch gegenüber. Seine Beliebtheit in der Bevölkerung (so das denn ein Faktor ist) ist zudem ausgesprochen gering. Die Befürchtung war allerdings, das seine Absetzung die knappe Mehrheit der Regierungskoalition im Parlament gefährden könnte, was bisher aber kein Problem ist. Knapp ist die Mehrheit aber trotzdem – die Koalition verfügt aktuell über 33 der 63 Sitze.

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Frohes neues Jahr 2012

by Christian on 1 January, 2012

Ich wünsche allen Lesern des Islandblogs auf diesem Wege ein frohes neues Jahr 2012. Möge es erfolgreich und friedlich sein.

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Webcams zu Silvester

by Christian on 31 December, 2011

Míla hat nach dem grossen Erfolg im letzten Jahr dieses Jahr wieder zwei Webcams eingerichtet, die Silvester in Island ins Netz übertragen. Eine der Kameras steht in Reykjavik und zeigt einen weiten Blick über die Stadt. Sie sollte das mitternächtliche Spektakel gut einfangen. Sie ist hier zu sehen.

Die zweite Webcam steht im Fjord gegenüber von Akureyri und bietet normalerweise auch einen sehr guten Blick auf die Stadt im Norden Islands. Aktuell ist die Sicht dort aufgrund von starken Schneefällen aber mehr oder weniger gleich Null. Die Webcam von Akureyri ist hier zu finden.

Da dieses Posting das letzte für 2011 sein wird, wünsche ich allen Lesern des Islandblogs einen guten Rutsch.

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Blick der Reykjaviker Webcam bei Tag.

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Blick der Reykjaviker Webcam bei Nacht.

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Schneechaos in Reykjavik

by Christian on 30 December, 2011

Der schneereichste Dezember seit 1984 hat gestern in Reykjavik zu chaotischen Verkehrszuständen geführt. Starke Schneefälle blockierten die Strassen in Reykjavik und Umgebung und es dauerte eine ganze Weile, bis zumindest die wichtigsten Strassen geräumt waren. Die Rettungsdienste mussten zu vielen Einsätzen ausrücken, bei denen sie festgefahrene Fahrzeuge befreien mussten.

Das Video zeigt Bilder aus Reykjavik mit einem isländischen Kommentar.

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Silvesterfeuer und Silvesterbräuche

by Christian on 29 December, 2011

In Island gehören die Silvesterfeuer am 31. Dezember zum Silvesterbrauch dazu. Gegen 20.30h werden an 9 Stellen in Reykjavik dann grosse Feuer entzündet um die sich die Menschen versammeln, die in der Nachbarschaft wohnen. Dort singt man zusammen, brennt erstes Feuerwerk ab und wärmt sich am Feuer.

Das ganze geht gut anderthalb Stunden, danach gehts nach Hause, um den satirischen Jahresrückblick im Fernsehen zu sehen, einer der anderen Höhepunkte des Jahres. Zu der Zeit sitzt dann die Nation vor dem Fernseher, was sich daran bemerkbar macht, das nahezu kein Feuerwerk mehr abgebrannt wird. Ist diese Show vorüber, geht das Schauspiel dann aber weiter, bis es seinen Höhepunkt um Mitternacht findet.

Feuerwerk wird in Island unter anderem von den Rettungsdiensten der Landsbjörg verkauft, die sich so zu einem guten Teil finanzieren.

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Standorte der Silvesterfeuer 2011 – wer eine höher aufgelöste Version der Karte braucht, klickt bitte aufs Bild.

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Reykjavik 5. teuerste Stadt weltweit

by Christian on 27 December, 2011

Viele Touristen nehmen an, das Island aufgrund der Finanzkrise ein günstiges (oder zumindest günstigeres) Reiseland geworden ist. Das dem nicht so ist, zeigt eine Studie der Firma “Pricerunner”. Dafür wurde zunächst ein Warenkorb zusammengestellt, der von Basislebensmitteln wie Milch oder Eiern bis hin zu Luxusgütern und technischer Ausrüstung verschiedenste Artikel enthielt. Für diesen Warenkorb wurde dann jeweils ein globaler Durchschnittspreis ermittelt und dieser dann mit den lokalen Preisen verglichen.

Den Ergebnissen zufolge ist die norwegische Hauptstadt Oslo die teuerste Stadt der Welt, mit Preisen, die 35,5% über dem globalen Durchschnitt liegen. Dem folgen Sao Paulo in Brasilien (+27,1%), Sydney in Australien (+20,5%), Stockholm in Schweden (+15,5%) und dann Reykjavik mit +14,9%. Als günstigste Stadt wurde Mumbai ermittelt mit Preisen die 26,9% unter dem Durchschnitt lagen.

Diese Zahlen hören sich zunächst eingängig an, ich finde sie aber wenig aussagekräftig. Es ist zum einen schwierig, einen globalen Durchschnittspreis für Waren zu ermitteln, die lokal produziert werden wie beispielsweise landwirtschaftliche Produkte. Zum anderen lässt sich weder etwas über die genaue Aufteilung des Warenkorbes noch über die Gewichtung der einzelnen Artikel ermitteln – iPads sind im täglichen Leben sicher eher verzichtbar als Brot und Butter. Und gerade für Reykjavik (bzw. Island) kann man sagen das technische Artikel erheblich teurer sind als im europäischen Durchschnitt, sich Grundnahrungsmittel aber einigermassen günstig einkaufen lassen. Island ist nach wie vor kein Billigreiseland, aber so extrem, wie oben geschildert ist das ganze dann meiner Meinung nach auch nicht.

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Frohe Weihnachten

by Christian on 24 December, 2011

Ich wünsche allen Lesern des Islandblogs frohe und geruhsame Weihnachten und ein paar ruhige Tage, auch wenn die Feiertage dieses Jahr eher ungünstig liegen.

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Jahresrückblick 2011 auf RÚV

by Christian on 22 December, 2011

Traditionell gibt es am Ende des Jahres immer Jahresrückblicke – da macht das isländische Fernsehen auch keine Ausnahme. Zwei der Ereignisse, die im Jahresrückblick 2011 gezeigt werden, sind der Vulkanausbruch des Grímsvötn im Mai und die Folgen des Gletscherlaufs auf dem Múlaksvísl. Alle gezeigten Ereignisse finden sich hier. Der Kommentar der Videos ist isländisch, die beiden hier sind aber trotzdem recht interessant.

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Perlan vor Verkauf

by Christian on 20 December, 2011

Perlan, das auf den Heisswassertanks gebaute Restaurant mit Aussichtsplattform auf dem Öskjuhlíð ist von Reykjavik Energy soll verkauft werden. Eine entsprechene Absichtserklärung ist gestern zwischen dem aktuellen Besitzer, Reykjavik Energy und einer unbekannten Investorengruppe geschlossen worden, der entsprechende Kaufvertrag muss bis zum 31.03.2012 abgeschlossen werden. Das Gebäude stand seit dem Frühjahr 2011 zum Verkauf. Den Besitzer wechseln allerdings nur Restaurant und Gelände, die Wassertanks bleiben im Besitz von Reykjavik Energy.

Der Kaufpreis soll 1,7 Mrd isländische Kronen (ca. 11 Mio Euro) betragen. Nach Gerüchten aus dem Frühjahr 2011 wollten russische Investoren das Gebäude kaufen und in ein Casino umwandeln. Dazu scheint es jetzt nicht zu kommen, nach Angaben von Reykjavik Energy wollen die Investoren ein Hotel mit 300 Betten und ein Wellnessbad auf dem Gelände bauen.

Im Stadtrat wurde die Entscheidung vor allem durch die Unabhängigkeitspartei kritisiert, die der regierenden Koalition aus Best Party und Sozialdemokraten vorwarf, die Kriterien für den Verkauf verheimlicht zu haben und es nie bekannt war, das auf dem Gelände auch weitere Baumaßnahmen hätten durchgeführt werden können.

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