Gletscherlagune Jökulsárlon zu verkaufen

by Christian on 10 December, 2014

Das Land östlich der Gletscherlagune Jökulsárlon, das vielen Reisenden wohlbekannt ist (hier steht auch das Cafe) soll am 04. März 2015 versteigert werden. Darüber berichten isländische Medien (beispielsweise hier) und auch die Facebookseite der Gletscherlagune beschreibt es als “großartige Geschäftsgelegenheit“.

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Die aktuellen Landeigentümer (das in Privatbesitz ist, wie viele Teile Islands) haben es nicht geschafft, sich über eine Regelung oder Teilung zu einigen, so das es jetzt zum Verkauf kommen wird. Exakte Preise wurden bisher nicht genannt, aber Schätzungen liegen zwischen 800 Mio und 1,2 Mrd isländischen Kronen (ungefähr 5-8 Mio Euro).

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100 Tage Holuhrauneruption

by Christian on 9 December, 2014

Am heutigen Dienstag dauert die Holuhraun (oder auch Nornahraun) Eruption 100 Tage. Veränderungen gibt es weiterhin keine, die Ergebnisse des letzten Treffens der Vulkankrisengruppe finden sich hier. Das Lavafeld wächst weiter in nördlicher und südlicher Richtung, und der scheinbare Ausbruch einer neuen Spalte scheint tatsächlich nur ein neuer Weg gewesen zu sein, den sich die Lava gesucht hat und die vom Hauptkrater ausgeht. Die von der frischen Lava bedeckte Fläche beträgt im Moment etwa eine Fläche von 76,2 Quadratkilometern.

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Karte des neuen Lavafeldes, Original von der Universität von Island.

Dann gibt es wieder einmal ein neues Video des Lavasees und der Lavaströme, das ist wie immer faszinierend anzusehen.

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neue Ausbruchsspalte im Nornahraunlavafeld

by Christian on 2 December, 2014

Am Nordrand des neuen Lavafeldes hat sich vermutlich bereits am Sonntag dem 30.11.2014 eine weitere Eruptionsspalte geöffnet (in den Kommentaren kam dazu ja bereits gestern eine Frage). Ein Infrarotbild des Satelliten EO-1 vom 01.12. brachte jetzt Gewissheit. Es zeigt sehr schön die neue Spalte (und auch die etwas ältere Eruptionsspalte). Wie sich die Eruption weiter entwickeln wird, ist unklar und es sind, wie sich jetzt zeigt, auch durchaus Überraschungen möglich.

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Thermalbild der Nornahrauneruption. Bild aufgenommen am 01.12.2014, Bildquelle: NASA und Universität von Island.

Ein weiteres Bild wurde am heutigen 02.12. vom Satelliten Landsat 8 aufgenommen, auch hier ist der neue, weiter nördlich gelegene Ausbruchsort zu sehen.

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Bild der Nornahrauneruption, Bild von Landsat 8. Bildquelle: NASA und Universität von Island.

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Entwicklung am Bárðarbunga [34.]

by Christian on 1 December, 2014

Die Nornahrauneruption (meinetwegen auch Holuhrauneruption) läuft stark weiter, pro Sekunde werden bis zu 130 Kubikmeter Lava freigesetzt. Das Lavafeld hat mittlerweile eine Ausdehnung von über 75 Quadratkilometern. Ob und wann diese Eruption enden wird, ist aktuell völlig unklar.

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Ausbreitungskarte der Nornahrauneruption vom 30.11.2014, Original von der Universität von Island.

Was man auf der Karte schön sieht, ist das die Ausbreitung im wesentlichen nach Süden erfolgt und sich dieLava in die im Winter wenig Wasser führende Jökulsá á Fjöllum ausbreitet.

An der Bárðarbunga geht die Absenkung weiter, wie die untenstehende Graphik der isländischen Geologen zeigt. Interessant zu sehen ist, das die Absenkung des Calderabodens nicht gleichmässig erfolgt, sondern im Norden der Caldera stärker ist. Hier waren in den letzten Wochen auch die Erdbeben konzentriert.

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Absenkung des Gletschers über der Bárðarbungacaldera. Graphik von der Universität von Island, Original hier.

Für weitere Probleme (allerdings nur für die Wissenschaftler) sorgt aktuell das Wetter. So hat am Wochenende ein starker Sturm die Messung kleiner Erdbeben (die gehen quasi im Lärm unter) unmöglich gemacht. Und auch die Messung der emittierten Schwefeldioxidmessungen aus grösserer Entfernung ist durch die kurze Taglänge erschwert. Für die Messung wird UV-Licht (als Anteil am normalen Licht) benötigt, was im Moment nicht in grossen Mengen zur Verfügung steht, da es zu früh dunkel wird.

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Entwicklung am Bárðarbunga [33.]

by Christian on 24 November, 2014

Ein kurzes Update zur Aktivität am Bárðarbunga, kurz zusammengefasst: Es gibt keine wesentlichen Veränderungen. Die Menge an ausgeworfener Lava und emitiertem Schwefeldioxid schwankt über den Tag, die Spalteneruption ist aber weiterhin sehr aktiv, nach Angaben des Universität von Island beträgt die Größe des Lavafeldes mittlerweile etwa 72,5 Quadratkilometer.

Auch am Bárðarbunga selber ist die Aktivität weiterhin vorhanden, es kommt auch immer noch zu stärkeren Erdbeben. Das stärkste heute morgen wurde mit Stärke 5.4 gemessen und was nach Medienberichten in Akureyri gut spürbar.

Zunehmend Sorge bereitet den isländischen Wissenschaftlern die nach wie vor hohe Schwefeldioxidbelastung. Sie sorgt für sauren Schnee und Regen und könnte bei einer längeren Einwirkdauer auch die empfindliche isländische Pflanzenwelt schädigen. Auch die Langzeitwirkungen auf Mensch und Tiert sind unbekannt.

Zum Abschluß noch neue Bilder von einem Rundflug über dem Vulkan, die weiterhin ausgesprochen faszinierend sind.

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Schlammgeysir auf Reykjanes

by Christian on 17 November, 2014

Das Aktivität der heissen Quelle Gunnuhver auf Reykjanes hat sich in den letzten Monaten erheblich erhöht. Mittlerweile hat sich dort ein Schlammgeysir gebildet, der regelmässig ausbricht und den Schlamm bis zu 20m hochspritzt.

Nach Angabe der Geologin Auður Agla Óladóttir sind solche Schlammquellen sehr selten und üblicherweise auch kurzlebig. Als Grund für die Veränderung der Quelle gilt eine Erdbebenserie, die im Untergrund Veränderungen ausgelöst hat, weshalb sich der heisse Dampf neue Wege an die Oberfläche suchen musste. Die aktuelle Veränderung der Aktivität wird nicht mit dem Geothermalkraftwerk in der Umgebung der Quelle in Verbindung gebracht.

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Die Veränderung des Mýrdalsjökull

by Christian on 14 November, 2014

Gletscherschmelze ist auch in Island ein Thema, wer über mehrere Jahre aufmerksam das Land besucht hat, dem wird aufgefallen sein, das sich die Gletscher zurückziehen und abschmelzen. Gut sichtbar ist das auf Satellitenbildern, hier zwei Bilder des NASA Earth Observatory. Sie zeigen den Mýrdalsjökull (unweit Vík í Mýrdal) einmal im September 1986 und einmal im September 2014. Die Bewegung des Schiebers zeigt die Veränderungen des Gletscher über die Jahre, ist der Schieber ganz links, zeigt sich das Bild des Jahres 2014, ist er ganz rechts, das des Jahres 1986.

Bild von der NASA, das Original und höher aufgelöste Versionen der Bilder sind hier zu finden.

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Entwicklung am Bárðarbunga [32.]

by Christian on 12 November, 2014

Es ist mal wieder Zeit für ein kurzes Update zur Lage der Eruption und am Bárðarbunga. Verändert hat sich in den letzten Tagen eigentlich nichts, die Eruption ist immer noch aktiv und stabil, die Geologen sagen, das sie auf dem aktuellen Niveau noch lange weiterlaufen könnte.

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Ausbreitungskarte der Lava der Spalteneruption, Karte veröffentlicht von der Universität von Island und der isländischen Küstenwache. Original hier.

Basierend auf der letzten Ausbreitungskarte (vom 08. November) ist die Fläche des Lavafeldes auf mittlerweile über 70 Quadratkilometer gemessen worden, die geschätzte Lavamenge dürfte um oder knapp über 1 Kubikkilometer liegen. Damit ist diese Eruption von der freigesetzten Lavamenge her die grösste in Island seit dem Ausbruch der Lakispalte.

Weiterhin werden auch grosse Mengen an Schwefeldioxid freigesetzt, nach Angaben der Universität von Island werden pro Tag zwischen 40.000-60.000 Tonnen des Gases freigesetzt. Diese Gasmengen verursachen je nach Windrichtung eine mehr oder weniger starke Luftbelastung isländischer Städte und Siedlungen.

Auch am Bárðarbunga geht die Absenkung weiter wie bisher, auch die Erdbebenserie (auch der stärkeren) setzt sich fort. Zusätzlich sind weitere kleinere Krater beobachtet worden, die vermutlich durch lokale geothermale Aktivität erzeugt worden. Für den 11.11.2014 ist auf den GPS-Graphiken, die die Absenkung der Caldera zeigen ein Höhensprung von 1,5 Metern zu sehen. Dieser beruht auf einer Umsetzung der GPS-Anlage aufgrund starken Schneefalls, um ein komplettes einschneien zu verhindern. Aktuell ist das Gerät gestört, so das keine aktuellen Daten übertragen werden.

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Datenplot der Absenkung der Bárðarbungacaldera. Oberes Bild: Absenkung seit Beginn der Messungen, unteres Bild: Messungen der letzten 3 Tage. Daten vom isländischen Wetterdienst, Original und aktuelle Version hier.

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Videos der Eruption

by Christian on 10 November, 2014

Videos der Spalteneruption sind nicht nur hübsch anzuschauen, sie zeigen auch, wie sich die Eruption über die Zeit verändert (es lohnt sich, beide Videos in HD anzusehen). Das erste Video ist im September aufgenommen worden, dort sieht man noch sehr schön, wie hoch die Lava damals spritzte.

Auch wenn der Ausbruch an sich nach wie vor mit unverminderter Stärke läuft, hat sich die Eruption doch verändert. Im Bereich des Hauptkraters hat sich ein Lavasee gebildet, der kaum noch Fontänen bildet, wie im zweiten Video zu sehen ist, das Anfang November aufgenommen wurde. Der Lavastrom in nördlicher Richtung ist immer noch vorhanden und man kann auch schön sehen das das frische Lavafeld noch so heiss ist, das kein Schnee darauf liegenbleibt.

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Vulkanausbruch dauert 2 Monate

by Christian on 30 October, 2014

Seit heute dauert der Nornahraunausbruch (meinetwegen auch der Holuhraunausbruch) genau zwei Monate. Die Lava bedeckt mittlerweile gut 65 Quadratkilometer Fläche, was sie zur grössen effusiven Eruption in Island seit der Lakieruption macht. Die Karte zeigt die aktuelle Ausbreitung an.

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Ausbreitung der Lava, Karte vom isländischen Wetterdienst.

Ausser einer erheblichen (und regional wechselnden) Schwefeldioxidbelastung sorgt die Eruption im Moment für nicht besonders viel Aufregung. Die hohen Werte werden durch das kalte, relativ windarme Wetter begünstigt, so das sich das Gas relativ problemlos sammeln kann. Sobald Wind aufkommt, verflüchtigt sich das Problem im wahrsten Sinne des Wortes. Die hohen Schwefeldioxidemissionen der Lava erstaunen die Wissenschaftler, wen das Thema näher interessiert, der findet hier einen interessanten Artikel (allerdings auf englisch): Gas-spewing Icelandic volcano stuns scientists.

Der sich über dem Bardarbunga bildende Eiskrater ist auch auf Satellitenbildern zu sehen, wie hier von Landsat 8. An der Spitze des Pfeils ist die kleine Einbuchtung zu erkennen.

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