Alterslimit auf Campingplätzen

by Christian on 4 August, 2007

An diesem Wochenende haben eine Reihe von Campingplätzen eine Altersbeschränkung für ihre Campinggäste eingeführt. Grund ist der Handelsfeiertag am Montag, das dieses Wochenende zu einem langen macht und dazu führt, das es das grösste Reisewochenende im Sommer ist.

Das führte in der Vergangenheit zum exzessiven Konsum von Alkohol (und teilweise Drogen) durch junge Leute (deren Sommerjobs jetzt idR auch beendet sind) die dann in Schlägereien, Verkehrsunfällen und anderen unschönen Folgen endeten.

Um diesem Problem entgegenzutreten haben diverse Campingplätze in Südisland ein Alterslimit eingeführt, am heftigsten dürfte das in Laugarvatn sein, dort dürfen Gäste, die jünger als 30 Jahre sind, nur zusammen mit ihren Eltern übernachten. Und auch Akureyri hat seine Campingplätze gesperrt, hier müssen Personen zwischen 18 und 23 Jahren draussen bleiben. Ob das wirklich etwas nutzt, wage ich zu bezweifeln, es wird das Problem vermutlich nur an andere Orte verlagern.

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Schnee August 4, 2007 um 09:56 Uhr

Eine Verlagerung der Probleme weg von den Campingplätzen ist aus Sicht der Campingplatzbetreiber zumindest durchaus sinnvoll. Es ist klassisches Agendadenken – sobald man ein Problem für sich selbst aus der Welt schaffen kann, interessiert es einen nicht mehr, ob es für andere bzw. die Gesellschaft im Allgemeinen fortbesteht oder nicht; man hat für sich selbst trotz allem einen Nettovorteil herausgeholt. Gut ist das natürlich nicht, aber es ist auch keine irrationale, nicht nachvollziehbare Entscheidung.

Abgesehen davon muß ich aber sagen, daß 30 Jahre als Grenze schon echt heftig sind. Welcher 29-Jährige fährt denn mit seinen Eltern campen?

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eule70 August 11, 2007 um 00:08 Uhr

Ja, in Island ist der Familienzusammenhalt noch groß!

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Pit August 19, 2007 um 20:30 Uhr

Hmm, ich finde diese Beschränkung auch nur teilweise sinnvoll. Nach dem was ich gehört habe, gab es zum „Ausgleich“ mehrere spontane Wildcamps in denen dann dennoch Alkoholexzesse gefeiert wurden. Man hat es also nur vor die Tore der Stadt verlagert.

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Christian August 20, 2007 um 20:10 Uhr

Ich denke auch, das es nichts bringt und das Problem nur verlagert. Und ob es dann wirklich sinnvoll ist, die Leute wild campen zu lassen (mit allen Folgen für die Umwelt da) wage ich mal zu bezweifeln.

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