Wind in Island

by Christian on 22 Februar, 2008

Temperaturen sind in Island relativ selten ein Problem (zumindest in Reykjavik sind die Temperaturen meist gemässigt und auch im Rest des Landes wird es selten viel kälter als -10 – -15°C), dem Golfstrom sei Dank. Was aber alle Temperaturen unangenehm macht ist der Wind (der noch andere Nebenwirkungen wie umschlagende Autotüren hat, wenn man nicht aufpasst). Und Wind gibts hier fast immer.

So gesehen ist also folgende Tafel ein netter Hinweis darauf, was sein könnte:

windanzeiger

  • 0° Messgerät ist offensichtlich kaputt. Rufen Sie das Wetterbüro an.
  • 30° Schwach windig
  • 45° Ein bisschen stärkerer Wind
  • 60° Aufziehender Sturm
  • 75° Achtung, fliegende LKWs
  • 90° Willkommen in Island

(Foto und Übersetzung stammen aus dem Blog „Karl er á Íslandi„)

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eule70 Februar 27, 2008 um 23:47 Uhr

Herrlich! Schade, dass ich mir das nicht ausdrucken kann.

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Sven | Das Freiluft Blog Februar 28, 2008 um 15:02 Uhr

Lustiges Schild :) Habe ich leider nicht in Island gesehen …

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Ariane Held September 4, 2010 um 15:36 Uhr

Ist das allen Ernstes eine Eisenkette, die die Windstärke anzeigt???

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Michael September 5, 2010 um 21:25 Uhr

Naja, die Kette ist halt verschweißt. Aber super Idee…

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Christian September 5, 2010 um 22:48 Uhr

Ja, ist es. Das ganze ist aber doch ein Scherz.

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pjoerg Juni 9, 2016 um 01:23 Uhr

Muß aus gegebenem Anlass diesen Blog aufgreifen: Ich komme gerade von einem – unglaublich schönen – Motorradtrip in Island zurück und hab die Westfjorde aus genau diesem Grund aufgeben müssen:
Die Windanzeiger vor den Hochebenen im Nordwesten zeigten zwischen 90 und 140 km/h Wind aus N. Die Fahrt Richtung Reykjavik war prima. Richtung Westfjorde (erstmal Nord) hab ich einmal nach 7, ein zweites Mal nach 40 km aufgegeben, weil ich mit etwa 30 Grad schräglage geradeaus fuhr und die Böen mich alle paar Sekunden Richtung Abhang drückten. Island ist wunderschön, aber wenn der Wettergott dich nicht da haben möchte, glaub ihm und widersprich ihm nicht ;)

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tom Juni 17, 2016 um 18:46 Uhr

Ähnliches ist mir auch vor einigen Jahren passiert. Bin mit einem Hanomag (Schrankwand) an der Südküste richtung Osten gefahren. Trotz vollgas max. Tempo 50. Dafür konnte man die Tanknadel fallen sehen. Nach gefühlten endlosen 20 km am Skogarfoss aufgegeben und umgedreht Richtung Thorsmörk. Kurz vor der ehemaligen Brücke über die Thorsmörk kamen heftigste Fallwinde von den Bergen. Den Hano hat es um über zwei Meter zur Seite versetzt, der Straßengraben kam beängstigent nahe. Kurze „Krisensitzung“ im Windschatten eines Schafsstalles bei der Einfahrt zur Thorsmörk. Also Umkehr und über die Kjölur zur Nordküste. Im Hochland war es nicht ganz so schlimm, dafür lag an der Nordküste Schnee. Und das im September. Wie ich später erfahren habe, war ein relativ stationäres Orkantief vor der Südküste mit Windgeschwindigkeiten um die 180 km/h. Bei solchen Naturgewalten wird einem erst bewußt, wie klein und unbedeutend ein Mensch ist. Und Naturgewalten habe ich im Lauf meiner Islandreisen einige erlebt. Und ich rede da nicht von Vulkanausbrüchen sondern nur vom Wetter. Aber es gibt auch andere Seiten: in T-Shirt und kurzer Hose Blaubeerpflückend im Heidekraut gelegen. :-)

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Heike August 21, 2016 um 22:20 Uhr

An einem schönen Sommertag habe ich mich mit meinem Moped von Reykjavik in Richtung Vik aufgemacht und war durch das sonnige Pingvellir über Fludir wieder an der Hauptstraße Nr.1 angelangt. Mein Isländischer Freund hatte mich am Morgen vor Fallwinden am Myrdalsjökull gewart und ich erwiderte voller Hochmut, Mopedfahren sein ohne Wind halt nicht machbar. Es waren also noch ca. 30 Kilometer bis zum Icelandair Hotel. Der Wind kam von schräg vorn. Bei 22 m/s federte mein Motorrad langsam aus und verwandelte sich in eine Tragfläche. Die letzten 20 Kilometer habe ich laut betend, mit dem linken Fuß am Boden, in 50 Grad Schräglage und im ersten Gang hinter mich gebracht. Der Wind brachte mich stellenweise fast zum stehen. An Schutz suchen war nicht zu denken, da es keinen Schutz, etwa in Form von Gebäuden, gab. Man muss bedenken, das mein Moped mit mir ca. 300 kg auf die Waage bringt. Seit diesem Erlebnis habe ich sehr großen Respekt vor dem Wind in Island und möchte Interessierten die folgende Internetseite empfehlen: http://www.vegagerdin.is Auf dieser Seite kann man sich über Webcams die Straßenverhältnisse ansehen und sich über Streckensperrungen informieren. Die gibt es in den Wintermonaten (ab Oktober bis Mai) häufiger, da vorzugsweise LKW’s von den Straßen geweht werden können. Unter der Telefonnummer 1777 kann man erfragen, wann Sperrungen vermutlich wieder aufgehoben werden. Auch die Straßenschilder an den Bergstraßen geben Aufschluss über die jeweiligen Verhältnisse, auf ihnen wird die Temperatur (in Grad), die Windrichtung (V=West, A=Ost, S=Süd, N=Nord) und die Windgeschwindigkeit (Meter pro Sekunde) angegeben. Für alle, die Wind mögen und nicht genug davon bekommen können, sind, wie mir glaubhaft versichert wurde, die Westmännerinseln der beste Ort in Island.

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