Giftige Gase bei Vulkanausbruch freigesetzt

by Christian on 26 März, 2010

Die isländische Rettungsorganisation Landsbjörg (ICE-SAR) hat vor giftigen Gasen gewarnt, deren Quelle der Vulkanausbruch des Eyjafjallajökull ist. Hier treten Schwefeldioxid, Schwefelwasserstoff, Fluoride (in den Aschen), Kohlendioxid und Kohlenmonoxid aus. Die letzten beiden sind geruchlos, Kohlenmonoxid ist stark giftig.

Diese Warnung gilt besonders für die Hrunagilschlucht, durch die die Lava herunterfliesst, da dieser besonders eng ist und sich die Gase hier in hoher Konzentration sammeln können, da sie schwerer als Luft sind. Besucher der Kraterregion sollten sich auf Hügeln und Anhöhen aufhalten und Wind, der Gase vom Krater in ihre Richtung weht, meiden.

Wer die Gegend von Süden (ab Skogar) aus erwandern will, sollte folgende Sicherheitsregeln beachten. Der Zugang ist grundsätzlich erlaubt, Wanderer sollten aber gut vorbereitet und ausgerüstet und sich dessen bewusst sein, das sie auf eigenes Risiko handeln. Für die Strecke sind pro Richtung ca. 5 Stunden einzuplanen, diese Schätzung gilt aber nur bei gutem Wetter. Bei schlechtem kann es ein vielfaches dieser Zeit sein. Insgesamt sollte man dafür also recht fit sein.

Empfohlen wird zudem sich vor dem Start in Skogar zu registrieren, damit der eigene Aufenthaltsort bekannt ist und mindestens folgende Ausrüstung mitzuführen bzw. Hinweise zu beachten:

  • Wetterbericht vorher studieren und beachten – das Wetter kann sehr schnell umschlagen
  • einen Reiseplan aufstellen und diesen bei Freunden/Familie hinterlassen
  • sich mit der Gegend vertraut machen
  • Gute Kleidung ist lebenswichtig – idealerweise baut man diese nach dem „Zwiebelprinzip“ auf und schliesst mit einer wasserdichten Schicht ab
  • eine minimale erste Hilfeausstattung sowie energiereiche Nahrung sollten nicht fehlen
  • Telekommunikationausrüstung ist wichtig für die Sicherheit, ein Funkgerät oder ein NMT-Telefon können im Notfall helfen. In der Ecke ist keine Abdeckung für normale Mobiltelefone zu erwarten.
  • GPS-Gerät und Kompass sind Standardausrüstung – man sollte sie allerdings auch sicher bedienen können
  • Schlafsack, Isomatte und Biwaksack oder ein kleines Zelt können bei zu schlechten Bedingungen lebensrettend sein.

Im Zweifel ist es besser, die Tour zu verschieben und besseres Wetter abzuwarten, als in Schwierigkeiten zu geraten.

{ 5 comments… read them below or add one }

Timo März 26, 2010 um 21:31 Uhr

Vielen Dank für die ganzen Informationen rund um den Ausbruch.

Im Juni werde ich die Ringstraße mit dem Fahrrad fahren.
Kann man die Ausbruch stelle mit dem Fahrrad erreichen oder sind die Wege dort für ein Fahrrad ungeeignet?

Grüße.

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erklärbär März 28, 2010 um 00:00 Uhr

hihi

der weg dahin, ab dem parkplatz an der ringstraße, besteht aus unregelmäßigen markierungen im gelände. da wo noch vegetation ist kann man gelegentlich einen trammpelpfad erkennen.
alleine schon die ersten 50 meter neben dem wasserfall hoch möchte man sein fahrad nicht tragen, fahren unmöglich.

das fahrad musst du also am skogafoss abstellen und dann hinwandern. wenn du gut unterwegs bist, schaffst du es als tageswanderung hin und zurück.

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Timo März 28, 2010 um 16:06 Uhr

Nein so gut bin ich zu Fuß nicht.
Dann muss ich hoffen das es bis dahin Tour mit dem Geländewagen dorthin gibt.

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Christian März 28, 2010 um 22:37 Uhr

Timo: Wenn du schon nicht so gut zu Fuß bist – wie gut bist du dann konditionell sonst so drauf? Fahradfahren in Island kann ein sehr anstrengendes Geschäft sein, besonders auf den grossen Sanderflächen wenn ein wenig Wind ist – von Sturm will ich noch gar nichtmal reden.

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Christel März 28, 2010 um 20:21 Uhr

Dies hört sich sehr abenteuerlich an und allein würde ich diese Tour niemals machen. Vor 4 Jahren wanderte ich mit meiner Schwester und einem Bekannten von der Basisstation zum Ätna hinauf, diese Wanderung war sehr anstrengend.
http://www.fotocommunity.de/pc/pc/extra/egallery/pcat/387258/display/12311276

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