Ausspracheprobleme

by Christian on 17 April, 2010

Isländisch ist zugegebenermassen keine leichte Sprache – das gilt besonders, wenn es um die Aussprache der Worte geht, die häufig wenig mit der Schreibweise zu tun hat. Das kennt jeder, der schonmal in Island war und dort versucht hat, Worte auszusprechen und seitens der Isländer nur verständnislose Blicke geerntet hat.

Das Problem gibt es auch mit dem Vulkan, der den nicht ganz einfachen Namen Eyjafjallajökull hat. Ausgesprochen wird das etwa Ey-ja-fjatla-jö-kütl, damit haben aber viele Nichtisländer Probleme. Dieser Tage fällt das besonders in Fernsehberichten auf.

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Ulla April 17, 2010 um 09:15 Uhr

Meine Zunge habe ich mir auch schon verknotet!

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Matrix72 April 17, 2010 um 09:52 Uhr

Eyjafjallajökull…ist doch ganz einfach :)
Wenn ich meine Tochter richtig verstehe, sagt sie das dauernd.
Sie muss nur noch “ Papa“ lernen….

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eule70 April 17, 2010 um 11:13 Uhr

Wenn Dein Blog Trackbacks zulassen würde, hätte ich jetzt einen solchen gesetzt auf meinen Post, wo ich gestern darüber geschrieben habe. Ich hatte ja gemeint, dass Du aus Deiner Sprachpraxis das am besten weist.
Ich wundere mich aber doch, dass Du sagst „….jö-kütl“. Ich habe die Isländer immer „jöcktl“ sagen hören, und in irgendeinem Buch stand mal „Jökull ist ein einsilbiges Wort…“ :-).
Das Video über die Aussprache ist schön.
Ich finde es aber wirklich komisch: jeder spricht selbstverständlich und halbwegs korrekt alles Englische aus, wo wahrhaftig manchmal die Aussprache gar nichts mit der Schrift zu tun hat, aber beim Isländischen haben sie es nicht nötig, sich um Ausspracheregeln zu kümmern, und wenn man was dazu sagt, wird sich aufgeplustert über die Aussprache. Ich finde das doof. Das Isländische hat klare Ausspracheregeln, im Gegensatz zum Englischen – oder nach welcher Regel wird z.B. Worcester „Wuster“ gesprochen ? :-( :D.

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Christian April 17, 2010 um 11:41 Uhr

Eigentlich sind Trackbacks kein Problem -einfach die Artikel-URL nehmen und gut.

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skugga April 17, 2010 um 13:11 Uhr

Ich hab ja einen taktischen Vorteil, nämlich drei Jahre Isländisch gelernt, hier in Frankfurt, nachdem wir vor vielen Jahren das isländische Fremdenverkehrsamt hier so lange bearbeitet haben (mehrere Leute unabhängig voneinander), bis es dann doch einen Kurs gab.

Allerdings wandelt sich dieser Vor- zu einem Nachteil, sobald irgendein wie auch immer gearteter Fernsehbericht über Island ausgestrahlt wird; zum einen krümme ich mich dann meist schier vor Schmerzen über die Aussprache, zum anderen muss mein Mann das büßen, der sich die richtige Aussprache dann von seiner erbosten Gattin anhören muss… ;-)

Einen sehr, sehr angehnehmen Nebeneffekt haben die Flughafensperrungen übrigens hier in Frankfurt und erst recht in den Teilen des Rhein-Main-Gebietes, die sonst vom Krach noch viel mehr abbekommen: es herrscht eine himmliches Ruhe am Himmel. Selbst in Flörsheim, wo man sonst unter normalen Umständen Probleme haben kann, eine normale Unterhaltung außerhalb geschlossener Räume zu führen, hört man Vogelzwitschern und den Wind.

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Matrix72 April 17, 2010 um 13:31 Uhr

Warum wird sich hier laufend über die korrekte Aussprache isländischer Worte aufgeregt?
Ich möchte mal nen isländischen Nachrichtensprecher sehen, der über deutsche Streichholzschächtelchen berichten muss.
Haltet mal den Ball flach Leute….

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Matrix72 April 17, 2010 um 13:42 Uhr

Macht es doch folgendermassen:
Nehmt nur finanzielle Hilfe an von Menschen, die perfekt isländisch sprechen.
Die ganze Welt versucht zu helfen, und ihr macht euch hier lustig über sie.
Peinlich….echt…

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Christian April 17, 2010 um 14:25 Uhr

Weisst du Matrix, aufregen tut sich niemand. Amüsieren aber schon und das ist nun wirklich was anderes.

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Petra April 17, 2010 um 16:00 Uhr

Also, ich hab gerade den ersten Versuch einer richtigen Aussprache in der Tagesschau gehört – und mich gefreut. Ansonsten AMÜSIERE ich mich immer, wenn sichtlich versucht wird, den Namen zu umgehen, und es nur heißt „der Vulkan in Island“. ;-)

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Petra April 17, 2010 um 16:16 Uhr

… und BILD hat es sich leicht gemacht und nennt ihn heute:
DAS ASCHE-MONSTER
;-)

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Marion April 17, 2010 um 16:23 Uhr

Man kann übrigens an der University of Iceland kostenlos isländisch lernen..auch online…
http://icelandic.hi.is/
Man braucht einen multimediafähigen PC, sonst nix..

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Wini April 17, 2010 um 16:37 Uhr

noch witzig eure diskussion zu verfolgen. ich spreche ja auch ein deutsch, das unsere nördlichen nachbarn nicht verstehen. und wenn ein bayer und ein kölner sich begegnen regt sich auch keiner auf wenn er für denselben begriff unterschiedliche ausdrücke verwendet. einfach dass sie sich gegenseitig nicht verstehen. sich wohl aber genauso amüsieren wie die isländer und isländischkundigen zur zeit.
also noch viel spass mit den berichterstattern (oder besser berichterstottern)

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eule70 April 17, 2010 um 23:00 Uhr

Na ja, man soll ja tolerant sein, aber ich bin ganz und gar seelenverwandt mit Skugga, von wegen „vor Schmerzen krümmen“.
Und nochmals Skugga: „wo man sonst unter normalen Umständen Probleme haben kann, eine normale Unterhaltung außerhalb geschlossener Räume zu führen, hört man Vogelzwitschern und den Wind“ – erschütternd, wie Ihr normalerweise leben müsst. Normalerweise kein Vogelzwitschern und keinen Wind hören – das können wir hier (Aachen), wo die Flugzeuge hoch oben zwar sichtbar aber kaum hörbar sind, uns überhaupt nicht vorstellen!

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Maria September 4, 2011 um 13:30 Uhr

Schöne Seite, vielen Dank, Christian.
Und klasse, der Film über die Aussprache des ….Vulkans
:–)
Fand ich köstlich.
Dadurch bin ich überhaupt auf diese Seite gestoßen.
Denn in meinem Wörterbuch: „Isländisch“ von Hans Ulrich Schmid ist nicht mal die isländische Aussprache der Wörter angegeben.
Zum Glück gibts ja Google:

http://translate.google.de/?sl=de&tl=is#de|is|eyjafjallaj%C3%B6kull

Da kann man sich die Aussprache der Wörter anhören, wenn auch vom Computer.
Leider gibt es ja z.Z. in Frankfurt keinen Isländisch-Sprachkurs von der Volkshochschule.
Dagegen haben wir bald „Sagenhaftes Island“ zu Gast bei der Buchmesse:
http://www.sagenhaftes-island.is/de
Ich habe die Organisatoren soeben damit genervt, dass ich fragte, ob sie auch die Elfenbeauftragte von Reykjavik, Erla Stefánsdóttir, mitbringen.
Dieses Thema lieben sie weniger.
Der Schriftsteller Einar Karason ist hier besonders radikal.
Er will für die Buchmesse ein Elfenverbot!
Es wird noch spannend.
Hoffentlich halten die Vulkane still bis Oktober.
Viele Grüße aus Frankfurt
Maria

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Christian September 4, 2011 um 21:28 Uhr

Die Sache mit der Elfenbeauftragten ist eine urbane Legende. Die gibt es schlicht nicht. Das ganze nimmt den Ursprung in einem Zeitungsartikel, in dem das mal falsch genannt wurde und seitdem ist diese Geschichte in der Welt.
Es ist richtig, das es zwar einen gewissen Glauben daran gibt, aber bei weitem nicht so, wie es beispielsweise viele Reiseführer glauben machen. Und das ist auch einer der Gründe dafür, warum die Isländer darauf zunehmend mehr oder weniger genervt reagieren.

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