Informationen zu Island

by Christian on 17 April, 2010

Nachdem mich jetzt bereits mehrere Emails von besorgten Leuten erreicht haben, hier nochmal ein paar Infos gebündelt:

Die Flughäfen in Island sind bisher nicht geschlossen, aus Europa hierher zu fliegen wird aber trotzdem kaum möglich sein, weil die Flugzeuge nicht abfliegen können. Und wer nicht startet, kann auch nicht in Island landen. Wer also Glück hat und einen Flug bekommt, kann problemlos herkommen. Das gilt aber nur solange, wie der Wind nicht dreht. Tut er das und die Asche zieht in Richtung Keflavik, wird hier selbstverständlich auch gesperrt.

Island selber ist insgesamt relativ wenig betroffen, auch wenn die Berichterstattung anderes suggeriert. Der betroffene Bereich erstreckt sich von Hvollsvöllur bis hinter Kirkjabaejarklaustur. Die Ringstrasse ist ab Hvollsvöllur und hinter Vík gesperrt.

Sperrkarte-kl

Grosse Version nach Klick aufs Bild, eine aktuelle Version gibt es hier.

Unabhängig von der Sperrung ist die Strasse hinter Hvollsvöllur bis zum Seljalandsfoss auch nicht passierbar, da sie durch die Gletscherläufe hier schwer beschädigt ist. Im Moment wurde zwar die alte Brücke über den Markarfjlótt wieder geöffnet, ihre Benutzung ist aber Polizei, Rettungsdiensten und Versorgung vorbehalten. Die Ringstrasse wird bereits wieder repariert, diese Arbeiten werden aber noch durch hohe Wasserstände behindert. Wann die Strasse wieder geöffnet wird, ist unklar, auch ob sie dann gleich für den allgemeinen Verkehr freigegeben wird. Verlassen würde ich mich darauf nicht.

Ansonsten können natürlich alle Teile Islands bereist werden, solange die Strassenverhältnisse dies zulassen. Die Attraktionen des Südes, die sonst relativ leicht zu erreichen sind, erfordern jetzt eine etwas längere Anfahrt, zur Gletscherlagune Jökulsárlon sind es jetzt etwa 1200km.

Diese hier beschriebene Situation gilt für den Moment, ’nderungen ergeben sich möglicherweise sehr kurzfristig. Speziell die Freigabe von Strassen muss man dann prüfen, wenn man unterwegs sein will, eine langfristige Vorhersage ist nicht möglich.

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