Ascheprobleme in der Luftfahrt

by Christian on 18 April, 2010

Momentan scheint ein netter Streit darüber zu toben, ob die weitreichenden Luftraumsperrungen gerechtfertigt sind oder nicht. Antriebsmittel scheint da aber weniger die Sicherheit als vielmehr die ökonomischen Verluste der Fluggesellschaften zu sein.

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Projezierte Ausbreitung der Aschewolke und Flugverbotszonen.

So haben einige Fluggesellschaften Testflüge durchgeführt und anschliessend nach eigener Aussage keinerlei Schäden an ihren Flugzeugen festgestellt – also Lackabrieb durch auftreffende Partikel oder Ablagerungen in den Turbinen. Der Öffentlichkeit unbekannt ist aber, unter welchen Bedingungen diese Testflüge ausgeführt worden sind – so sind Flughöhe, Richtung, usw. unbekannt.

Dagegen wurde jetzt bekannt, das F/A-18 Kampfjets der finnischen Luftwaffe am Donnerstag bei einem Übungsflug über Nordfinnland schwer beschädigt worden sind – Techniker stellten nach einer Landung Ablagerungen in allen Teilen des Triebwerks fest. Dieser Flug fand am Donnerstag morgen vor Ausrufung der Flugverbotszonen statt und nach Aussage der Piloten hatten sie keinen Vulkanstaub in der Luft bemerkt.

Wem hier jetzt mehr zu glauben ist und ob man nicht doch lieber auf Nummer sicher gehen sollte, kann sich jetzt jeder selber überlegen.

Und die Flugverbote haben nicht nur Verlierer: Aus den Zonen um grössere Flughäfen waren durchaus begeisterte Stimmen über die ruhige Zeit zu hören…

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Herr Klein April 19, 2010 um 08:40 Uhr

Woher hast du die Story mit den Kampfjets? Da würden mich weitere Infos interessieren.

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Christian April 19, 2010 um 10:02 Uhr

Die Kampfjetstory gabs hier in den Nachrichten, man findet sie aber auch leicht über Google. Die Finnen haben sogar Fotos von den Jets veröffentlicht.

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Gucki April 19, 2010 um 09:29 Uhr

Das kann ich mir denken. Ich muss beschämenderweise zugeben, dass mein erster Gedanke war: Endlich Ruhe am Himmel, spart auch gleich ne Menge Treibstoff und der Umwelt geht es auch besser. Säße ich allerdings selbst am Flughafen irgendwo fest oder wäre sogar in Island und würde die Asche einatmen…ich darf gar nicht an die Menschen und Tiere dort denken. Und im allerschlimmsten Fall, der noch eintreten könnte, kommen die Leute dort nicht mal weg.
Ich weiß auch gar nicht warum über das Flugverbot gemeckert wird. Es geht um Menschenleben! Wenn was passiert, heißt es wieder: „Hätte man lieber nicht…!“ Tja.

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Stefano April 19, 2010 um 10:57 Uhr

Der Bericht über die Ascheschäden an finnischen F-18 gibt es inklusive Fotos hier:

http://www.flightglobal.com/articles/2010/04/16/340727/pictures-finnish-f-18-engine-check-reveals-effects-of-volcanic.html

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hawthorne April 19, 2010 um 11:30 Uhr

Das Verhalten der Flugzeugmanager wird in meinen Augen immer verantwortungsloser. Gerade lese in Spiegel online den Artikel „Luftfahrtverband wütet gegen Europas Regierungen“. Ist es denn wirklich so weit, dass das Geld alles bestimmt. Was macht es denn aus, dann die Leute lieber einen Tag später heimfliegen. Die Flugzeugmanager verdienen doch genug Geld. Das wird immer bedenklicher.

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biggi April 19, 2010 um 12:47 Uhr

hui, unser verkehrsminister, ramsauer peter, hat aktuell schwer einzustecken. ja, er trägt ja auch verantwortung.

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