Erdbeben unterm Vatnajökull

by Christian on 26 April, 2010

Mittlerweile bebt an einer anderen Stelle in Island die Erde – am Nordrand des Vatnajökull. Dort gibt es zwei aktive Vulkane, den Grímsvötn und Bárðarbunga, in dieser Gegend sind Erdbeben nicht ungewöhnliches.

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Der Grímsvötn ist zuletzt 2004 ausgebrochen, nachdem der Gletschersee, der sich über dem Vulkan durch die Wärme des Vulkans gebildet hatte, seine Eisbarriere gebrochen hatte und ausgeflossen war. Vulkanologen machen den verringerten Druck von oben dann für den Ausbruch verantwortlich, hier gab es also zuerst den Gletscherlauf und dann den Ausbruch.

Vulkanologen an der Universität zufolge hat der Grímsvötn heute wieder einen ähnlichen Zustand wie vor der Eruption 2004, der See ist sehr hoch gefüllt. Die Erdbeben, die jetzt aufgetreten sind, ähneln den Beben, die vor dem Ausbruch des Eyjafjallajökull zu sehen waren, sie treten in kleinen Schwärmen auf und haben ihr Epizentrum in relativ geringer Tiefe, können als von Magmabewegungen verursacht werden. Konservativen Schätzungen der Experten zufolge ist ein Ausbruch des Grimsvötn in den nächsten ein bis zwei Jahren nicht unwahrscheinlich.

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Wini April 27, 2010 um 16:06 Uhr

wie ist das zu deuten? besteht ein zusammenhang zwischen diesen vulkanen? ist doch schon eine grössere distanz dazwischen

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Christian April 27, 2010 um 17:12 Uhr

Nein, da besteht kein Zusammenhang zwischen den Vulkanen.

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