Superjeeptour zum Vulkanausbruch auf der Fimmvörðuháls [1.]

by Christian on 26 April, 2010

Auch wenn es schon eine Weile her ist, hier noch mein Bericht über die Tour zum Vulkanausbruch. Mittlerweile muss man ja sagen zum ersten Ausbruch, zum zweiten habe ich es bisher leider nicht geschafft. Die Tour fand End März statt und wurde in zwei Superjeeps durchgeführt. Ein befahren des Gletscher mit normalen Jeeps ist nicht möglich, da würde man spätestens nach 500m steckenbleiben – so ging es einer Gruppe von Touristen, die das versucht haben. Und es ist auch eine Sicherheitsfrage, unsere Jeeps waren mit allem Equipment ausgestattet, das dort oben hilfreich ist – GPS-Navigation, Funk, Telefon etc. Im Moment ist eine Befahrung dieser Gegend wegen des Vulkanausbruchs am Eyjafjallajökull ohnehin nicht erlaubt, so das sich das Problem nicht stellt. Zu allen Bildern dieses Berichts ist eine höher aufgelöste Version durch Klick aufs Bild zu erreichen.

Los ging es in Reykjavik, wir teilten uns auf die Autos auf und fuhren dann über Hvollsvöllur zum Vulkan.

P1020458

Unser Superjeep bei der Pause in Hvollsvöllur, diese Grösse an Auto ist nötig um Gletscher sicher zu befahren.

Dort traf sich eine bunte Mischung von Leuten, die überwiegend alle ein Ziel hatten: Über den Gletscher zum Vulkanausbruch zu fahren. Weiter ging es dann an Seljalandsfoss und Skogafoss vorbei um dann bei Sólheimar von der Ringstrasse abzubiegen und die Schotterpiste zum Gletscher zu nehmen. Hier staute sich der Verkehr erstmal, da alle Fahrzeuge zum ersten Mal Luft aus ihren Reifen abliessen um die Auflagefläche zu vergrössern und die Gefahr steckenzubleiben zu verringern.

P1020460

Stau oben am Gletscher, hier werden Snowmobile ausgeladen.

Weiter auf dem Gletscher geht es nur mit Superjeeps oder mit Snowmobilen und von beiden waren ziemlich viele unterwegs. Unsere Tour ging vom Sólheimarjökull über den Mýrdalsjökull zur Fimmvörðuháls, einer Hochebene zwischen Mýrdals- und Eyjafjallajökull.

gletscher3

Die Karte zeigt unsere Fahrtstrecke auf der Hinfahrt, sie wurde aus aufgezeichneten GPS-Daten geplottet.

Auf der Fahrt war wie gesagt einiges los auf dem Gletscher, neben Snowmobilen wurden wir auch von einigen Jeeps überholt, die offensichtlich schnell ans Ziel wollten.

P1020462

Jeep beim Überholen, im Hintergrund ist übrigens die Dampfwolke der Eruption.

Die Dampfwolke der Eruption war mehr oder weniger während der ganzen Fahrt zu sehen, doch dauerte es gut anderthalb Stunden, bis wir endlich am Ziel waren und den Vulkan das erstemal direkt sehen konnten. Kurz hinter dem höchsten Punkt, den wir auf der Querung des Mýrdalsjökulls passierten, machten wir eine kurze Pause um erste Fotos machen zu können.

DSC4731

Nochmal unsere Jeeps bei der Fotopause, hier sieht man schon deutlich, das der Reifendruck verringert wurde, um auf Eis und Schnee fahren zu können.

DSC4727

Der ersten Blick auf die Eruption. Der Vulkan befindet sich im unteren linken Drittel, die Wolke darüber war recht eindrucksvoll, allerdings aus der Nähe kaum wahrnehmbar.

An dieser Stelle endet der erste Teil, mehr Bilder gibt dann morgen. Ich habe das nicht als „Cliffhangerr“ geplant, aber für einen Beitrag habe ich einfach viel zu viele Bilder, so das ich das ganze aufteilen muss.

Hier gehts zu Teil 2.

{ 4 comments… read them below or add one }

Christel April 26, 2010 um 15:15 Uhr

… und ich bin schon wie ein Flitzebogen auf Deine Fortsetzung gespannt ……
lg
Christel

Antworten

Wini April 26, 2010 um 21:54 Uhr

weiter tolle bilder der jeeptour von christian
http://www.snaefell.de/Volcano/index.html

kompliment tolle aufnahmen

Antworten

eule70 April 27, 2010 um 23:24 Uhr

Jaa, das sind die richtigen Wagen! Wir nennen sie „Pistenpanzer“. Genau so einer hat unser 3,7t WoMo mal in der Arnavatnsheiði eine Steigung über dicke Steine raufgezogen, war für den ’n Klacks.
Die Fotos sind toll, besonders die in Teil 2. Mir war gar nicht klar, dass man über den Myrdalsjökull dorthin fährt.
Bin neugierig auf Teil 3 und weitere.

Antworten

Christian April 28, 2010 um 10:02 Uhr

Es gibt zwar auch eine Strasse zum Eyjafjallakjökull, die war aber gesperrt, weil der Boden zu weich war. Dann ist der Weg über den Mýrdalsjökull die einzige Möglichkeit.

Antworten

Leave a Comment


{ 1 trackback }

Previous post:

Next post: