Ehemaliger Chef von Kaupthing verhaftet

by Christian on 6 Mai, 2010

Nachdem sich die Leute in Island lange Zeit gefragt haben, ob in der Aufarbeitung der Finanzkrise den Verantwortlichen noch etwas ernsthaftes passiert, scheinen die Ermittler sich jetzt langsam warmzulaufen. So wurde vor einigen Tagen bekannt, das das Vermögen einiger der Verantwortlichen eingefroren wurde, bis über Haftungs- und Schadensersatzfragen entschieden ist. Endlich, so war damals zu hören, passiert etwas.

Heute wurde nun bekannt, das der frühere Chef der Kaupthingbank Hreidar Már Sigurdsson nach einer Befragung im Büro des Sonderermittlers von der Polizei festgenommen wurde, bis das Gericht in Reykjavik entschieden hat, ob er in Untersuchungshaft genommen wird.

Sigurdsson werden verschiedene Delikte zur Last gelegt, unter anderem Veruntreuung, Verstöße gegen das Gesetz über den Handel mit Aktien und des Gesetzes über Gesellschaften mit beschränkter Haftung.

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Marion Mai 7, 2010 um 06:46 Uhr

Siehste, geht doch.! .Genau so sollte überall mit den Verantwortlichen der Wirtschaftskrise umgegangen werden!!

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Wini Mai 7, 2010 um 19:35 Uhr

Da könnte sich die Schweiz ein Beispiel nehmen. Hier werden die UBS- Verantwortlichen fast mit Schulterklopfen bestätigt und kassieren weiterhin unanständige Boni.

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dagmar Mai 8, 2010 um 07:27 Uhr

hallo wini

ja, da hast du vollkommen recht. niemand kann im moment sagen, wie lange es noch brauchen wird, um auf zu wachen und die leute zur verantwortung zu ziehen. doch merke ich, dass immer mehr menschen solches verhalten nicht mehr akzeptieren können. hoffen wir, dass es rasch zum nächsten schritt kommt…..

grüsse aus zürich, dagmar

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