Asche und kein Ende?

by Christian on 22 Mai, 2010

In der Eruption tut sich im Moment nicht viel, ausser das sie immer noch reichlich Asche ausspuckt. Die Mengen sind in den letzten Tagen aber geringer geworden, so das hier schon wieder Spekulationen über ein mögliches abklingen der Eruption laut werden, möglicherweise geht der Vulkan aber auch wieder durch eine ruhigere Phase, wie das zuvor ja auch schon passiert ist, um dann wieder verstärkt auszubrechen.

Nach Schätzungen der Geologen hat die Eruption bisher etwa 250 Millionen Kubikmeter Material zu Tage gefördert, der überwiegende Teil davon dürfte allerdings Asche sein.

Die heftig betroffenen Gebiete südlich und östlich des Vulkans erhalten im Moment eine Ruhepause, da die aktuellen Winde die Asche nach Norden und Westen verwehen. Auf den Farmen sieht es teilweise so aus:

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Asche des Eyjafjallajökull auf einem Dach in Seljavellir. Original vom isländischen Meterologischen Dienst und Ari Tryggvason.

Nachdem die Asche aus der Luft ausblieb, kam sie nach starken Regenfällen in Form einer Schlammflut zu den Farmen. Teilweise waren hier Farmen betroffen, die bereits in den ersten Flutwellen vom Gletscher getroffen wurden.

Auf den Webcams war gestern nicht viel zu sehen, da die Aschewolke zu ungünstig in deren Richtung stand.

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Bild der Vodafone Webcam Freitag Mittag.

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Christel Mai 22, 2010 um 20:36 Uhr

Ich wünsche den Isländern, dass der Eyjafjallajökull endlich Ruhe gibt.
Zwischenzeitlich hat er dem dem ohnehin schon gebeutelten Land so viel Schaden zugefügt, ganz davon abgesehen, was durch die Ausfälle im Flugverkehr entstanden ist.
In der aktuellen Ausgabe der Uni-Zeitung der Freiburger Albert-Ludwigs-Universität ist sogar ein Bericht eines dort tätigen Geologen über Islands Vulkanaktivitäten auch online zu lesen: http://www.leben.uni-freiburg.de/magazin_2/unileben/forschen-auf-dem-hot-spot-island,1.htm

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Wini Mai 23, 2010 um 08:57 Uhr

ein interessanter bericht von Prof. Dr. Rainer Glawion. nur zu hoffen, dass der diesige ausbruch eine ausnahme macht und den hekla in ruhe lässt. schlafende hunde sollte man nicht wecken.

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eule70 Mai 23, 2010 um 22:52 Uhr

Ja, das ist eine gute informative Zusammenfassung. Allerdings ärgert mich der Satz „Heute ist auf der ganzen Insel kaum noch ein Baum zu sehen“. Das stimmte schon bei meinem allerersten Island-Aufenthalt 1973 nicht mehr ganz, und seitdem sind allerhand durchaus erfolgreiche Aufforstungen durchgeführt worden, und die Weiden der Schafe wurden eingezäunt. In den letzten Jahren konnten wir in mehreren Gegenden Spaziergänge durch schöne kleine Wälder machen, außer den einheimischen Zwerkbirken hauptsächlich Nadelbäume. Natürlich wachsen die Bäume dort nicht sehr hoch; den höchsten Baum Islands fanden wir im Osten am See Lögurinn, eine Lärche mit einem Schild „20 m hoch“ (Stand 1995).

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Christian Mai 24, 2010 um 23:03 Uhr

Dem kann ich nur zustimmen. Ich weiss nicht,ob ich am Wochenende in einem anderen Island unterwegs war, aber Bäume gabs eine ganze Menge. Und die Entwaldung ist menschengemacht (=Brennholz usw.) und weniger den Schafen anzulasten. Die fressen nur die nachwachsenden Triebe. Der Artikel enthält aber noch einige weitere Fehler, wo ich nicht weiss, ob Glawion komische Sachen erzählt oder die Journalistin einen komischen Artikel daraus gemacht hat.

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Ulla Mai 25, 2010 um 08:02 Uhr

Ich habe sogar selber 2004 ein Bäumchen gepflanzt bei Vik. Ist eine Aktion des Hotelbesitzers Höfdabrekka und Studiosus. Es soll kleiner Wald entstehen, denn jeder Reisegruppe pflanzt dort etwas an.

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