Vulkanausbruch des Eyjafjallajökull [32.]

by Christian on 25 Mai, 2010

Das war echt ein Klassiker, kaum ist man mal ein Wochenende unterwegs und ohne Internet, stellt der Vulkan seine Aktivität ein. Ein paar kleinere Infos zum Thema, die ich in den letzten Tagen gesammelt habe kommen noch in diesem Posting, was dann noch kommt, werden wir sehen.

Der Vulkan wird im Moment als ruhend eingestuft, die Eruption ist offiziell nicht als beendet erklärt worden. Nach Angaben des isländischen meteorologischen Instituts ist die Aktivität im Berg aktuell so hoch wie vor der Eruption.

Die Reparatur der Strasse nach Thórsmörk wird vermutlich nur einige Tage dauern (Schätzungen des Strassenamtes gingen von 5 Tagen aus), die Gegend wird im Sommer wohl auf jeden Fall für Busse freigegeben, für den privaten Verkehr soll es die Strasse zumindest vorläufig weiterhin gesperrt bleiben. Diese Entscheidung wird sicherlich noch einmal überdacht werden, wenn der Vulkan weiterhin ruhig bleibt.

Míla hat bekanntgegeben, das ihre Webcams mittlerweile 8 Millionen Besuchern (mit 21 Millionen Pagevisits) gehabt haben – buchstäblich aus allen Ländern der Erde. Ebenfalls berichtet wird von vielen Dankbriefen und -mails von Menschen, die sich für den Service bedanken. Vermutlich ist dies der erste Vulkanausbruch, der derart multimedial zu beobachten war. Neben dem grossen Interesse der Zuschauer weltweit waren die Kameras aber auch für die Geologen, die diesen Ausbruch überwacht haben sehr nützlich, da sie nicht jedesmal hinfahren mussten, um Beobachtungen machen zu können.

Aus dem Vulkan sind seit Beginn des Ausbruchs auf der Fimmvörduháls (auch das ist der Eyjafjallajökull) geschätzte 300 Millionen Kubikmeter (0,3km³) Material ausgeworfen worden – der grösste Teil davon als Asche und Tephra. Der Ausbruch wird deshalb als „gross“ eingestuft.

Die Asche wird für einen Teil der isländischen Arbeitslosen reguläre Arbeit bringen. Dabei sollen sie die Aufräumarbeiten in dem betroffenen Gebiet unterstützen und den Bauern dabei helfen, Zäune zu ziehen um Tiere am betreten stark veraschter Regionen zu hindern.

Der Verkauf von Vulkansche durch nammi.is hat ICE-SAR, dem Dachverband der isländischen Rettungsorganisationen, bisher etwa 6100 Euro (960.000 ISK) gebracht. Etwa 500 Gläser mit Asche wurden seit Beginn der Aktion in 65 Länder verschickt, alle Erlöse daraus werden ICE-SAR gespendet.

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