Vulkanasche unter dem Mikroskop

by Christian on 8 August, 2010

Über die Asche des Eyjafjallajökull war hier in letzter Zeit viel die Rede. Doch wie sieht diese Asche nun genau aus, ausser das es eine graue, sehr feinkörnige Substanz ist?

Birgit Hartinger vom Ars Electronica Center in Linz hatte mich vor einiger Zeit mit der Bitte um eine Probe der Asche kontaktiert. Sie wollte damit Aufnahmen unter dem Rasterelektronenmikroskop machen, um sich die Struktur anschauen zu können.

Ich habe einige dieser Bilder zur Verfügung gestellt bekommen (an dieser Stelle vielen Dank dafür) und zeige sie jetzt hier im Blog. Weitere Bilder gibts im Flickr-Account des AEC.

Interessant an diesen Aufnahmen ist zum einen, wie klein die Partikel und wie wenig vergleichbar sie mit anderen Substanzen sind. Klick aufs Bild führt jeweils zu einer höher aufgelösten Version.

vulkanasche0003

Übersichtsaufnahme über Vulkanasche bei 985facher Vergrösserung. Man kann eine Menge unterschiedlich grosser Partikel erkennen.

vulkanasche0009

Bei 1720facher Vergrösserung lassen sich Feinstrukturen in der Asche erkennen.

vulkanasche0034

Bei 7050facher Vergrösserung wird deutlich, wie porös und scharfkantig die Partikel sind.

Zum Vergleich dazu mal einige Bild von Holzkohlenasche und Sand.

A holzkohlenasche0006M001

Bei Holzkohlenasche lassen sich bei 5300facher Vergrösserung noch deutlich Poren und organische Strukturen erkennen.

A sand002

Auch bei Sand fällt auf, das die Struktur deutlich anders aussieht und die Partikel ausserdem deutlich grösser ist. Vergrösserung ist hier 1480fach.

{ 4 comments… read them below or add one }

Orlando August 8, 2010 um 09:26 Uhr

Wenn man diese Aufnahmen anschaut ist klar wieso Vulkanasche (durch die scharfen Kanten) aggressiver ist als andere Asche.

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Sascha Januar 22, 2014 um 10:10 Uhr

Hallo ,
hat jemand noch orginal Asche aus Island des Eyjafjallajökull , zur Analyse mit einem REM. Eine kleine Tüte würde genügen.

Grüsse Sascha

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Doris Schmitz Januar 22, 2014 um 16:51 Uhr

Hallo Sascha,

ein kleines Glas Asche des Eyjafjallajökull steht auf meiner Fensterbank in Bayern und löst gelegentlich Sehnsuchtsseufzer aus. Wohin soll ich eine Portion schicken?
Herzliche Grüße
Doris

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Hannah März 20, 2017 um 14:52 Uhr

Solche Mikroskopie Aufnahmen sind doch immer wieder faszinierend. Schön dass man in Ihrem Blog einen so interessanten Einblick bekommt.
Beste Grüße,
Hannah

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