Auswirkungen der Vulkanasche auf Flugzeugtriebwerke

by Christian on 31 Oktober, 2010

Der Vulkanausbruch des Eyjafjallajökull im Frühjahr 2010 sorgte mit seinen Aschewolken für erhebliche Störungen des Flugverkehrs in Europa. Je nachdem, wen man zu dieser Situation hörte, war die Reaktion entweder völlig übertrieben oder komplett angemessen.

Es ist eine bekannte Tatsache, das Flugzeuge, die durch Aschewolken geflogen sind, hinterher mit Tirebwerksaufällen zu kämpfen hatten, am bekanntesten dürfte in diesem Zusammenhang der Flug BA9 der British Airways sein, bei dem alle vier Triebwerke ausfielen und erst relativ kurz vor der Landung wieder gestartet werden konnten.

Grund für die Probleme ist die Asche, die bei den Arbeitstemperaturen in den Triebwerken schmilzt und sich als Belag auf die Triebwerksschaufeln legt und damit deren Funktion stört – bis hin zum Triebwerksausfall.

Um zu klären, was dort nun genau passiert, ohne dabei gleich ein Flugzeug zu riskieren, wurden mit Asche und Triebwerksschaufeln Laborversuche gemacht. Dazu gibt es folgendes Video (auf englisch):

Der Versuch zeigt, das die Asche bei den Temperaturen in den Triebwerken schmelzen und sich auf den Triebwerksschaufeln niederschlagen kann. Unter bestimmten Umständen scheinen sich die Beläge wieder zu lösen, was auch erklärt, warum die Triebwerke sich manchmal wieder starten lassen. Es zeigt aber auch, das man die Gefahr von Vulkanasche nicht unterschätzen sollte.

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a.more.s Oktober 31, 2010 um 20:08 Uhr

Könnte schon bald wieder aktuell werden – unter dem Vatnajökull rumort es ziemlich, wie ich Morgunblaðið und Alda-Kalda-on-facebook entnehme.

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