Museumsdorf Glaumbaer [2.]

by Christian on 11 November, 2010

Im ersten Teil dieses Beitrages gabs überwiegend Fotos von außen (mittlerweile funktioniert auch die Galerie zum Beitrag), hier folgen noch einige aus dem inneren des Hofes.
Generell war es so, das die meisten Räume Funktionen hatten, die nichts mit wohnen zu tun hatten. So waren es Lagerräume, Küche, Werkstätten usw.

DSC8705

Das Haus war mit Ausnahme des Eingangsbereiches durchgängig einstöckig – eine mehrstöckige Bauweise hätte erheblich mehr Holz benötigt, welches ein teurer Baustoff war. Auch hier zeigt sich, das der Hof Glaumbaer reich gewesen ist.

Im vorderen Bereich neben dem Eingang befand sich auch das Gästezimmer des Hofes, das für Gäste des Hauses freigehalten und normalerweise nicht bewohnt wurde.

DSC8709

Die Einrichtung ist heute gemischt, da es in späteren Zeiten auch als Wohnzimmer diente. Vorratsräume sahen deutlich rustikaler aus, hier waren weder die Wände, noch der Fußboden mit Holz verkleidet.

DSC8716

Die Plane auf dem Fußboden dient dem Schutz des Bodens, im Bereich der hinteren Wand óberhalb der Fässer kann man schön die Struktur der Gras- oder Torfstücke erkennen. Im Inneren des Hauses war es relativ dunkel, da es nicht soviele Fenster gab.

DSC8710

Verbindungsgang zwischen den einzelnen Räumen, am Ende befindet sich die Wohn- und Schlafstube.

{ 3 comments… read them below or add one }

Martin November 11, 2010 um 15:59 Uhr

Sehr interessant!
Beschäftige mich schon länger mit der Lebens-und Bauweise vergangener Zeiten,im In und Ausland!
Sowas kenne ich auch in der Schweiz!
http://www.ballenberg.ch/
LG:Martin

Antworten

Gustav Bär November 11, 2010 um 20:07 Uhr

Besonders interessant an Glaumbaer fand ich die Schlafstube: Hier schliefen Knechte und Mägde in einem Raum, nur durch Vorhänge getrennt, mitunter je 2 in einem Bett, welches nach außen durch ein abnehmbares Brett mit eingravierten Nachtgebeten abgegrenzt wurde. Die intimsten Schätze verwahrte man unterm Kopfkissen, das war angeblich so sicher wie im Tresor. In den Betten wurde nicht nur geschlafen, sondern auch Handarbeit verrichtet, musiziert und gegessen(!) – es gab keine Esstische! Von weiteren Aktivitäten berichtet der Museumsführer nichts. ok, man kann sich die schlechte Schallisolierung vorstellen.

Antworten

Cordula Baier November 19, 2010 um 08:40 Uhr

Hallo,

dieses Dorf ist auch recht interessant.
Wir waren dieses Jahr im Torfdorf „Laufas“ nahe Akureyri und waren echt begeistert von den verschiedenen Epochen, die man dort sehen und „anfassen“ konnte.

Faszinierend und wirklich jederzeit ein Besuch wert !!

Übrigens :
Auch von mir ein großes Lob an Deine Seite. Sehr informativ und toll aufgebaut. Weiter so !!!!

Antworten

Leave a Comment


Previous post:

Next post: