Museumsdorf Glaumbaer [3.]

by Christian on 13 November, 2010

Der Hof hatte eine kombinierte Wohn- und Schlafstube – hier schliefen alle Angehörigen des Hofes, auch der Bauer hatte hier sein Bett. Das hatte praktische Gründe, zum einen ersparte die Enge kostbaren Brennstoff im Winter, zum anderen war einfach nicht besonders viel Platz.

DSC8721

Die Betten der Frauen lagen unterhalb der Fenster, da sie für Spinn-, Strick- und Näharbeiten verantwortlich waren und dafür möglichst viel Licht benötigten. Man darf sich von den Fotos hier nicht täuschen lassen, im inneren des Hauses war es einigermassen dunkel.

Auf den Bilder relativ schlecht zu erkennen sind die Bretter die auf den Betten liegen, deshalb hier mal eines davon in groß:

bettbrett

Diese kunstvoll geschnitzten und mit Bibelsprüchen verzierten Bretter wurden tagsüber auf das Bettzeug gelegt, dienten während der Mahlzeiten als Unterlage für die Schale (Tische gab es in diesem Wohnraum nicht, da zu wenig Platz war) und wurden abends vor die „Einstiegsluken“ in den Betten gesteckt um ein herausfallen zu verhindern.

DSC8720

Die Stube des Bauern und seiner Frau war nur durch einen Vorhang (immerhin) vom oben gezeigten Wohnraum abgetrennt, dieser liegt im Foto also quasi hinter dem Betrachter. Der Bauer hatte sein Bett links, die Frau rechts, hier war etwas mehr Platz und auch ein Schreibtisch war vorhanden.

Schränke oder ähnliches gab kaum, jeder Bewohner hatte eine Kiste für seine privaten Habseligkeiten. In der Enge dieser Wohnverhältnisse konnte es kaum ausbleiben, das private Dinge nicht privat blieben (d.h. von anderen mitgehört wurden), hier galt die strikte Regel das gehörtes nicht weitergetragen wurde. Ebenso strikt galt die Regel, das die privaten Kisten auch wirklich privat waren, alles was dort hinein gepackt wurde, war für den Zugriff anderer absolut tabu.

Diese Regeln hören sich zunächst etwas komisch an, wenn man aber bedenkt, wie dicht die Menschen damals (besonders im Winter) aufeinandergesessen haben, erkennt man, das es absolut notwendig ist, wenn man vernünftig miteinander leben will. Auch vor dem Hintergrund, das beispielsweise die Kinder auf solchen Höfen auch unter solchen Bedingungen entstanden sind. Heute schier unvorstellbar.

Weitere Bilder gibts in der Galerie zum Beitrag.

Auf den Bilder relativ schlecht zu erkennen sind die Bretter die auf den Betten liegen, deshalb hier mal eines davon in groß:

bettbrett

Diese kunstvoll geschnitzten und mit Bibelsprüchen verzierten Bretter wurden tagsüber auf das Bettzeug gelegt, dienten während der Mahlzeiten als Unterlage für die Schale (Tische gab es in diesem Wohnraum nicht, da zu wenig Platz war) und wurden abends vor die „Einstiegsluken“ in den Betten gesteckt um ein herausfallen zu verhindern.

DSC8720

Die Stube des Bauern und seiner Frau war nur durch einen Vorhang (immerhin) vom oben gezeigten Wohnraum abgetrennt, dieser liegt im Foto also quasi hinter dem Betrachter. Der Bauer hatte sein Bett links, die Frau rechts, hier war etwas mehr Platz und auch ein Schreibtisch war vorhanden.

Schränke oder ähnliches gab kaum, jeder Bewohner hatte eine Kiste für seine privaten Habseligkeiten. In der Enge dieser Wohnverhältnisse konnte es kaum ausbleiben, das private Dinge nicht privat blieben (d.h. von anderen mitgehört wurden), hier galt die strikte Regel das gehörtes nicht weitergetragen wurde. Ebenso strikt galt die Regel, das die privaten Kisten auch wirklich privat waren, alles was dort hinein gepackt wurde, war für den Zugriff anderer absolut tabu.

Diese Regeln hören sich zunächst etwas komisch an, wenn man aber die Enge bedenkt, in der die Menschen damals (besonders im Winter) aufeinandergesessen haben, erkennt, das es absolut notwendig ist, wenn man vernünftig miteinander leben will. Auch vor dem Hintergrund, das beispielsweise die Kinder auf solchen Höfen auch unter solchen Bedingungen entstanden sind. Heute schier unvorstellbar.

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Geli November 15, 2010 um 10:06 Uhr

Hallo – beim letzen Vulkanausbruch bin ich auf deine Seite gestoßen – und hab sie mir abgespeichert. Immer wieder schau ich hier vorbei und wollte nur mal sagen, wie toll und informativ das ist – und natürlich ziehts mich anhand der Bilder sicherlich bald mal nach Island um das alles live zu sehn !
Geli

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