Großbritannien entschuldigt sich

by Christian on 15 November, 2010

Der britische Außenminister Liam Fox hat sich in einem Interview mit der norwegischen Zeitung Aftenposten für die Anwendung von Antiterrorgesetzen gegen Island entschuldigt.

Das Antiterrorismus, Verbrechens- und Sicherheitsgesetz („Anti-terrorism, Crime and Security Act 2001“) wurde vom damaligen Schatzkanzler Alistair Darling angewendet, um die Guthaben der Landsbank in Großbritannien einzufrieren und zu verhindern, das die Guthaben nach dem Kollaps der Icesavebank (einer Tochter von Landsbank) nach Island abgezogen werden. Dieser Schritt wurde von vielen Isländern zumindest als sehr unfreundlicher Akt und als rechtmißbräuchlich angesehen.

Fox kritisierte die Reaktion der vorherigen Labourregierung auf die Krise als unangemessen und kündigte an, das es ein solches Vorgehen nicht wieder geben würde. Nach seiner Aussage sind die nordischen Staaten und Großbritannien lange Freunde gewesen, einen Zustand, der er wiederherstellen möchte.

Der isländische Außenminister Össur Skarphéðinsson begrüßte in einer Stellungnahme die Äußerung der britischen Regierung und bestätigte Kontakte mit der neuen britischen Regierung. Nach der Aussage von Össur Skarphéðinsson ist diese Haltung ein Zeichen, das die Briten bereit sind, in der Icesaveproblematik flexibler zu sein um eine Einigung zu erreichen.

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