Island Kreativland

by Christian on 7 Dezember, 2010

Nach neuesten statistischen Zahlen erwirtschaften Islands kreative Köpfe (also Musik, Kunst etc.) einen ebenso grossen Anteil am isländischen Bruttoinlandsprodukt wie die Aluminiumwerke und die Schwerindustrie zusammen. Diese Zahlen stellen auch die Behauptungen der Aluminium- und Schwerindustrie in den Schatten, die behaupten, das diese Industrie einen sehr hohen und wichtigen Anteil an den Staatseinnahmen darstellt.

Parallel dazu wurde jetzt das Umweltgutachten zum geplanten neuen Aluminiumschmelzwerk in Bakki bei Husavik bekannt. Demnach ist eine Aluminiumhütte in dieser Gegend ökologisch nicht zu rechtfertigen, da für die zur Stromversorgung nötigen Kraftwerksbauten diese sehr sensible Region irreparabel geschädigt wird. Das Kraftwerk ist zwar ein Geothermalkraftwerk, dafür werden aber diverse Bohrlöcher und Rohrleitungen benötigt, für deren Bau Strassen angelegt werden müssen. Ebenfalls problematisch ist die benötigte Hochspannungsleitung. Die betroffene Region (grob von nördlich des Mývatn bis Husavi) ist zudem für den Tourismus sehr wichtig. Anscheinend setzt mittlerweile ein gewisses Umdenken ein, das Island mehr zu bieten hat als nur billigen Strom. Wünschenswert wäre es.

Passend dazu auch ein Video mit Interviews junger Künstler in Island, das die Krise und Hintergründe dazu beleuchtet.

Das Video gibt es hier auch grösser zu sehen.

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