Daten zur Wirtschaft

by Christian on 9 Januar, 2011

Island wurde von der Wirtschaftskrise bekannt hart getroffen, das war hier im Blog ja mehr als einmal Thema. Mittlerweile mehren sich aber die Anzeichen, das es vorsicht vorwärts geht.

So zeigten die Bemühungen der Zentralbank zur Bekämpfung der Inflation ihre Wirkung. Die Inflation im Dezemeber 2010 betrug 2,5% und hat damit exakt das Ziel der Zentralbank erreicht. Im Januar 2009 betrug sie noch rekordverdächtige 21,9%.

Die Arbeitslosigkeit hingegen ist leicht gestiegen, sie betrug im Dezember 7,7%, ein Plus von 0,2% im Vergleich zum November 2010. In Zahlen bedeutet das, das 12.363 Menschen ohne Arbeit sind.

Die Verteilung über das Land ist hier recht unterschiedlich, so sind in der Hauptstadtregion 8,4% der Menschen ohne Arbeit, während es auf dem Land nur 6,6% sind. Im Dezember 2009 lag die Quote bei 8,2%, erwartet worden waren für Ende 2010 eine Quote zwischen 7,8 und 8,1%. So sehen die Zahlen also leicht besser aus, verglichen mit dem EU-Durchschnitt sieht Island ohnehin besser aus. Dort liegen die Arbeitslosenquoten bei 8,9%.

Diese Verbesserungen sind das Ergebnis der Sparpläne der Regierung, dazu gehört auch eine Verbesserung der Einnahmen. Davon massiv betroffen waren die Alkohol- und Treibstoffsteuer, beide wurden zum Jahresbeginn 2011 erneut angehoben. Für Benzin und Diesel bedeutet das eine Preissteigerung um mindestens 10 Kronen, die Alkoholsteuer auf Wein steigt um 4%, auf Spirituosen um 1%. Damit haben sich die Steuern auf alkoholische Produkte in Island seit 2008 stufenweise um ca. 50% erhöht.

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Sylvia Bolm Januar 9, 2011 um 08:44 Uhr

Am meisten beeindruckt mich die Inflationsrate von Jan. 09 – 21,9 %!! Booah!! Die neuen Zahlen zeigen, dass die Regierung offensichtlich gut gearbeitet hat. Sind die Isländer mit ihren Politikern dadurch ein wenig versöhnt?

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Christian Januar 10, 2011 um 09:50 Uhr

Die Zufriedenheit ist einigermassen gemischt – auch weil halt heftig gespart werden muss. Das ist wohl die Tragik dabei. Die aktuelle Stabilisierung der Währung dürfte zu einem guten Teil auch an den sehr strengen Währungskontrollen liegen – als Isländer (oder hier lebender Ausländer) darf man nicht so ohne weiteres Geld ins Ausland transferieren. Aber es geht vorwärts…

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Margit Mezger Januar 10, 2011 um 21:57 Uhr

Hallo Christian!
Wieder mal habe ich keine Antwort bekommen. Nun denn, ich gebe ich nicht auf, weil ich ja Island – das Land aus Feuer UND Eis sehr liebe.
Mein neues Walbild ist fertig: ein im wahrsten Sinne „fertiger“ Riese, der gestochen und gebrandmarkt durch die trübe Brühe rauscht.

Vorsichtig vorwärts gehen – das ist für Island doch schon viel zu viel.
Auf dem Land, die Menschen würden sich doch nie dazu bekennen, dass sie arbeitslos sind – welche Statistiken werden denn hier gewältzt?

Margit Mezger, Köln

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Christian Januar 11, 2011 um 12:01 Uhr

Margit, wenn du mich kontaktieren willst, schreibst du mir am besten ein Email an meine Mailadresse unter ‚Kontakt‘.
Für die Arbeitslosenstatistiken verwende ich die offiziellen, eine andere gibt es nicht. Ob diese alle Personen enthält, die arbeitslos sind, entzieht sich meiner Kenntnis, ich denke aber schon, das der überwiegende Teil der Leute darin erfasst ist. Mit der Krise hat in diesem Punkt schon ein gewisses Umdenken eingesetzt.

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