Kein Aluminiumwerk bei Husavik?

by Christian on 21 Januar, 2011

Das bei Husavik geplante Aluminiumschmelzwerk steht Medienberichten zufolge auf der Kippe, weil der Investor Alcoa (der auch das Werk in Hafnarfjördur betreibt) die Geduld über den langen Entscheidungs- und Genehmigungsprozeß verloren haben soll.

Das Projekt ist bereits von Anfang an umstritten, so ist die Umweltministerin Svandís Svavarsdóttir eine ausgesprochene Gegnerin des Plans. Zusätzlich ist das Umweltgutachten der „Nationalen isländischen Planungsagentur“ ausgesprochen negativ und spricht von einem „signifikanten negativen Einfluss“ auf die Umwelt nicht nur in der direkten Umgebung sondern für ganz Island.

Zusätzlich wurden jetzt Planungen der Firma „Carbon Recycling“ bekannt, die im Norden eine Fabrik zur Umwandlung von CO2 zu Methanol bauen möchte. Dazu werden ebenfalls grosse Mengen Strom benötigt, für beide Werke wären die Kapazitäten nicht gross genug.

Die Investoren waren bereits mit der Dauer der Planung ausgesprochen unzufrieden, das endgültige aus sollen die Pläne von Carbon Recycling gewesen sein. Eine Bestätigung von Alcoa steht allerdings noch aus, sollten sich diese Gerüchte aber als wahr erweisen, könnte das einen Wendepunkt in Islands Beziehung zur Schwerindustrie sein.

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Sylvia Bolm Januar 22, 2011 um 08:38 Uhr

Das wäre auf jeden Fall ein großer Schritt in die richtige Richtung. Island könnte sicher noch mehr mit seiner Natur „punkten“.

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