Ausbruch des Grímsvötn [4.]

by Christian on 26 Mai, 2011

So schnell kanns gehen – am Samstag noch mit grossem Knall gestartet, gestern wars (zumindest vorerst) schon wieder vorbei. Das Ausbrüche des Grímsvötn kurz sind ist relativ üblich, auch wenn der Ausbruch insgesamt ziemlich heftig war. Experten sprechen hier in Island vom stärksten Vulkanausbruch seit dem Ausbruch der Hekla von 1947 und dem stärksten Ausbruch des Grímsvötn seit mindestens 150 Jahren.

Der Krater selber dampft nur noch leise vor sich hin und produziert ein kleine Dampfsäule. Es kommt aber immer noch zu kleineren Explosionen, die Asche und Steinbrocken lokal auf dem Gletscher verteilen. Vulkanologen bezeichneten den Krater noch als gefährliches Gebiet und empfahlen mindestens 2 km Abstand zu halten. Im Krater selber hat sich mittlerweile ein kleiner See gebildet, der auch auf Videoaufnahmen gut zu sehen ist.

In den vom Aschefall betroffenen Gebieten regnet es seit gestern leicht – ein Umstand der die Aufräumarbeiten erheblich erleichtert. Die Asche wird so zunächst gebunden und nicht erneut aufgewirbelt. Unterstützt werden die Aufräumarbeiten von Freiwilligen und zahlreichen Teams des (ebenfalls freiwilligen) Rettungsdienstes.

Neben der Beseitigung der Asche liegt das Hauptaugenmerk auf dem Zusammentreiben der freilebenden Schafe und Pferde, um sie in Ställen oder zumindest auf Weiden nahe der Höfe unterzubringen. Dort können sie zum einen besser sauberem Futter und Wasser versorgt werden, zum anderen ist es dort dann auch möglich, den Tieren die Augen zu waschen. Letzteres führte auch zu den grössten Problemen, da die Tiere durch den Staub regelrecht geblendet worden sind. Die Situation der Tiere ist erheblich besser, als zwischendurch befürchtet worden ist, so sind bisher lediglich neun tote Schafe gezählt worden. Die meisten von ihnen sind offensichtlich bei der Suche nach Schutz vor der Asche in Wasserlöchern ertrunken.

Über die Aschewolke kursieren auch schon wieder die üblichen Witze, aufgegriffen hat das auch die Zeitung „Mail Online“, deren Cartoon zu dem Thema hier zu finden ist.

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