Vulkanausbruch des Grímsvötn [7.]

by Christian on 7 Juni, 2011

Auch wenn die heisse Phase des Vulkanausbruchs jetzt schon ein paar Tage her ist, sammeln sich immer noch Kleinigkeiten dazu an. Zunächst hatte mich Sebastian in den Kommentaren freundlicherweise auf ein Panorama hingewiesen, das am Rande des Kraters entstanden ist, nachdem die Eruption vorüber war. Man sieht schön, das der Krater jetzt mit Wasser gefüllt ist.

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Schwefeldioxidwolke des Grimsvötn, Bild vom NASA Earth Observatory.

Dann sind beim NASA Earth Observatory einige Satellitenbilder erschienen, die zeigen, wie der Vulkanausbruch Schwefeldioxidgas freigesetzt hat. Schwefeldioxid wird von vielen Vulkanausbrüchen freigesetzt, da das Gas in der Magma gelöst ist. In Bodennähe reizt es die Atemwege und ist in hohen Konzentrationen giftig, in hohen Atmosphärenschichten wirken grosse Mengen abkühlend. Dabei werden Schwefelsäuretröpfchen gebildet, die das Sonnenlicht blockieren und so abkühlend auf das Klima wirken. Bei der Eruption des Grímsvötn sind keine besonders grossen Mengen an Schwefeldioxiden freigesetzt worden, da aber die initiale Eruptionssäule mit 20 km sehr hoch war, sind sie trotzdem innerhalb einiger Tage von Norwegen bis Kanada verteilt worden. Dazu gibt es auch eine Animation der Satellitenbilder.

[youtube r7-KF5xgcHs]

In den letzten Tagen hat der isländische Fotograf Petur Gudmundsson ein Zeitraffervideo über die Aschewolke des Grímsvötn veröffentlicht.

 

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