Gewässer um Island wärmer und salziger

by Christian on 15 Juni, 2011

Die Meerestemperaturen und der Salzgehalt um Island sind im Sommer 2010 so hoch wie nie zuvor gewesen, seitdem man 1970 mit den Meßreihen begonnen hat. Die Steigerung war im Bereich der Süd- und Westküste des Landes mit einer Steigerung von 1-2°C seit 1996 am stärksten. Diese Entwicklung war von den Wissenschaftlern über einen Zeitraum von mindestens 100 Jahren erwartet worden.

Im Norden ist diese Erwärmung erheblich schwächer, aber auch hier zeigt die Erwärmung von flachen Gewässerbereichen, das das Meer wärmer wird. Unklar ist momentan, ob es sich um eine temporäre oder eine dauerhafte Erwärmung handelt. Es hatte in der Vergangenheit (zwischen 1925 und 1964) bereits einmal eine „Wärmeperiode“ gegeben, danach hatte sich das Meer aber wieder abgekühlt.

Es wird vermutet, das die Erwärmung und die Veränderung des Salzgehaltes für den starken Rückgang bei den Sandaalen verantwortlich sind, die Papageientauchern und Küstenseeschwalben als Nahrung dienen.

Die Veränderungen im Meer haben auch noch andere Folgen: So werden in isländischen Gewässern verstärkt Fische gefangen, die hier eigentlich nicht heimisch sind. In einigen Fällen handelt es sich dabei um Tiefseefische, die eigentlich weit südlich beheimatet sind. Inwiefern solche „Einwanderer“ zu Veränderungen am üblichen Fischbestand beitragen, wird sich wohl noch zeigen müssen. Möglich ist es aber.

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