chinesische Investition in Island

by Christian on 23 September, 2011

Die Diskussion um den möglichen Landkauf durch den chinesischen Investor Huang Nubo geht weiter. Mittlerweile hat Nubo beim zuständigen Innenministerium eine Genehmigung für den Kauf des Landes in Nordisland beantragt. Das ist nötig, da Land in Island nur durch Isländer und Bürger aus der europäischen Wirtschaftszone EEA erworben werden darf. Der isländische Innenminister versicherte, den Antrag und die Pläne Nubos genau zu prüfen, bevor eine Entscheidung getroffen wird.

Eine unerwartete Wende könnte der Fall aber bekommen, wenn sich die chinesische Regierung einschaltet. Nubo, ein ehemaliger Angestellter der chineschen Regierung, hat demnach seine Pläne auch bei der chinesischen Regierung zu Genehmigung eingereicht. Seinen Aussagen zufolge hängt das Geschäft davon ab, ob er auch diese Genehmigung erhält, würde ihn die chinesische Regierung bitten, auf das Geschäft zu verzichten, um Spannungen im chinesisch-isländischen Verhältnis zu verhindern, würde er sich aus dem Projekt zurückziehen.

Das Land selber ist gespalten, die nordisländische Tourismusindustrie unterstützt die Pläne zu Errichtung eines Hotels in der Gegend. Einer Pressemitteilung zufolge seien alle Investitionen in den Tourismus in Nordisland willkommen, solange sie sich im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften bewegen würden und nachhaltig seien.

Huang Nubo scheint jetzt selber das Tempo aus der Debatte um mögliche, bisher unveröffentlichte Pläne mit dem Land nehmen zu wollen, die über den Tourismus hinausgehen. So sprach er sich in einem Interview mit dem Frettabladid gegen eine Nutzung der Jökulsá á Fjjöllum (die auch das Landstück in Nordisland durchquert) zur Stromgewinnung aus. Weiterhin sagte er, das er sich Gedanken über die Erhaltung der Natur machen würde. Eine der ersten Aufgaben wäre es, das Land in verschiedene Zonen einzuteilen, in denen dann die Natur geschützt wird, bzw. eine Entwicklung stattfindet. Er würde ausserdem die öffentliche Meinung einbeziehen, bevor er seine Anträge an die Regierung stellt.

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ecki September 24, 2011 um 19:42 Uhr

Da kann wirklich nur hoffen, dass „ALLES“ zum Wohl von Island entschieden wird!!! —

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