neue Tourismuskampagne

by Christian on 13 Oktober, 2011

Vorgestern startete die neue Kampagne „Ísland – allt árid“ („Island – das ganze Jahr über“), bei der eine Gemeinschaft aus 130 Firmen der Tourismusbranche, der Regierung, der Stadt Reykjavik und Tourismusbüros Island als ganzjähriges Reiseziel promoten wollen.

Dazu soll die Kampagne 3 Jahre laufen und jährlich 600 Mio Kronen (die zur Hälfe vom Staat und zur Hälfte von den beteiligten Firmen kommen) ausgeben.

Der erste Teil des Projekts heisst „Íslendingar! Bjódum heim“ („Isländer! Öffnet eure Türen“) und basiert auf der Idee, das Einheimische rund um Island ausländische Touristen in ihre Häuser und Wohnungen einladen und am täglichen Leben teilhaben lassen sollen. Bei dieser Idee machen auch Prominente mit, so lud der isländische Präsident Touristen zu sich in seine Residenz in Bessastadir ein, wo er Waffeln und Kaffee servieren will. Der Bürgermeister von Reykjavik, Jón Gnarr will im Höfdihaus Sushi servieren, die Ministerin Katrin Júlíusdóttir den Teilnehmern eine warme Quelle in Seltjarnarnes zeigen.

An dieser Kampagne regt sich aber auch einiges an Kritik, so sind viele Isländer davon wenig begeistert und fühlen sich quasi wie im Zoo ausgestellt. Auch wird kritisiert, das sie selber ja gerne mal bei ihrem Präsidenten zu Gast wären und viele der Prominenten ja nicht wirklich einen Einblick in ihr Privatleben geben würden.

Ansehen kann man sich die Angebote und Einladungen auf der „Inspired by Iceland“ Webseite, die als zentraler Anlaufpunkt für die Kampagne dienen soll.

Einladungsvideo des isländischen Präsidenten Olafur Ragnar Grimsson

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Martin Steinbach Oktober 13, 2011 um 20:37 Uhr

Ich stimme den Isländern zu, interkulturelle Kompetenz lässt sich nicht erzwingen.

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Marion Oktober 18, 2011 um 08:31 Uhr

Das ist wohl weniger ein Mangel an „interkultureller Kompetenz“. Man soll sich immer über Touristen freuen – Touristen sind ja so gut (sieht man auch in diversen Spezialländerforen, etwa zu Island ;-) – es zeigt, wie der Kapitalismus alle Bereiche durchdringt. Und dann beschweren sich die Touristen irgendwann, es sei ja nicht echt oder jemand wolle gar Geld, ergo: zu touristisch auf einmal vor lauter anderen (!) Touristen. Auf dieser Stufe soll es nämlich erstmal umsonst sein, Ehrenamt, Selbstverwirklichung, mehr Altruismus, bitte. Das Geld, tja, das bleibt woanders. Ziemlich übliches Thema zur Zeit ;-)

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leslie Oktober 15, 2011 um 10:20 Uhr

Seid froh das bei euch nur eine Tourismuskampagne läuft.

Bei uns läuft mal wieder eine Terrorismuskampagne.
http://www.tagesspiegel.de/mediacenter/fotostrecken/berlin/brandanschlagsserie-auf-die-bahn/4738052.html?p4738052=5#image

Das machen sie mal wieder um abzulenken von der Spionagesoftware,die staatlicherseits auf private Rechner losgelassen wird.
Und natürlich deshalb.
http://www.freitag.de/community/blogs/aredlin/gerissen-schizophren-oder-einfaeltig-friedrich-und-saudi-arabien

Mfg

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Christian Oktober 15, 2011 um 13:21 Uhr

Könnten wir uns bitte auf Themen beschränken, die hier im Blog so üblich sind?

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