Arbeitslosenzahlen und Wirtschaft

by Christian on 21 Oktober, 2011

Der langsame wirtschaftliche Aufschwung in Island lässt sich relativ gut daran sehen, das die Arbeitslosenzahlen langsam, aber relativ stetig sinken. Lag die Arbeitslosenquote vor der Finanzkrise bei 0,7-0,9% stieg sie danach bis auf fast 9%.

Im dritten Quartal 2011 sank die Quote von ca. 6,3% auf nun auf durchschnittlich 5,9%. Schaut man sich die Zahlen genauer an, ist die Quote für Männer mit 5,6% und Frauen mit 6,2% leicht unterschiedlich. In absoluten Zahlen ausgedrüclt waren damit etwa 11.700 Menschen ohne Arbeit, etwa 1000 weniger als im zweiten Quartal 2011.

Gleichzeitig wurde ein sinken der durchschnittlichen jährlichen Inflation von 5,7 auf 5,4% vorhergesagt und auch Islands Kreditwürdigkeit an den Finanzmärkten steigt wieder an. Das äußert sich darin, das Kreditausfallversicherungen (die sogenannen Credit Defaults Swaps) deutlich günstiger geworden sind – sie fielen von 330 auf 279 Basispunkte. Island liegt damit immer noch auf Platz 7 der europäischen Staaten was die Kosten für CDS angeht, hat sich im Vergleich zum Vorjahr aber von 340 Basispunkten und Platz 4 deutlich verbessert.

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Frage Oktober 21, 2011 um 11:46 Uhr

Gibt es eine Quelle zu den Zahlen und sind diese vergleichbar mit unseren Zahlen ? also x2 ?

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Christian Oktober 21, 2011 um 12:40 Uhr

Klar gibts die Quellen online, einfach zum statischen Büro gehen und da dann auf Punkt 3. „Wages, income and Labour market“ klicken. Aktuell ist da die Originalpublikation auch noch verlinkt, die ist allerdings auf isländisch.
Was meinst du mit vergleichbar mit „unseren Zahlen“? Die Zahlen sind vergleichbar, da die Arbeitslosenquote im Verhältnis zur arbeitsfähigen Bevölkerung berechnet wird. Die absoluten Zahlen sind in Island natürlich erheblich kleiner als in Deutschland.

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Silke Oktober 21, 2011 um 12:03 Uhr

Das klingt ja erfreulich!

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Erklärung Oktober 22, 2011 um 16:41 Uhr

Bei uns wird die Arbeitslosenquote auch mit 2,8 Millionen angegeben obwohl die ALG-II Auszahlungsstatistik zeigt, dass wir bei weit mehr sind(x2).
Dies ist das Resultat, weil Empfänger in „Maßnahmen“ gesteckt werden und da durch aus der offiziellen (verkündeten) Zahlen herausfallen und somit die Zahlen geschönt werden.
Nun war halt die Frag ob ein ähnliches Vorgehen in Island protokolliert wurde.
Bei uns nennt man die Arbeitslosen ja nicht umsonst „Stille Reserve“, da wie du angesprochen hast es ja eine „arbeitsfähige Bevölkerung“ gibt.
Arbeitslose sind in unserem System nötig um die Existenzangst am laufen zu erhalten, denn Arbeit gäbe es genug.

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