vermisster Tourist tot

by Christian on 12 November, 2011

Der schwedische Tourist, nach dem Rettungskräfte seit Mittwoch Nacht intensiv gesucht haben, ist tot aufgefunden worden. Rettungskräfte entdeckten ihn gegen Mittag in einer Gletscherspalte des Solheimajökull in ca. 600m Höhe.

{ 13 comments… read them below or add one }

Claudia November 12, 2011 um 15:03 Uhr

Das ist traurig. Verstehen tu ich aber nicht, warum Menschen alleine losziehen – in riskantes Gebiet. Was für einen Aufwand und Einsatz so eine Aktion kostet… Oft genug setzen Rettungskräfte ihr Leben für naive Touristen aufs Spiel.

Antworten

Ariane November 12, 2011 um 16:45 Uhr

Dem kann ich mich nur anschließen!

Antworten

Muffin November 12, 2011 um 17:15 Uhr

Zu den vorangegangenen Kommentaren: wer den Schaden hat, braucht für den Spott nicht zu sorgen, scheint’s. De mortuis nil nisi bene!

Antworten

Stefan November 12, 2011 um 18:23 Uhr

Traurig ist es wirklich. Immerhin haben die Angehörigen Gewissheit ,indem sie in gefunden haben.

Ich denke aber man sollte nicht sofort den Reflex bedienen, von einem naiven Touristen zu reden, solange man die Hintergründe nicht kennt.
Nur das jemand alleine unterwegs ist, solle da nicht der Anhaltspunkt sein….

Antworten

Wini November 12, 2011 um 19:28 Uhr

Solche Szenerien kenne ich aus den Alpen. Nur Voreilige Schlüsse ziehen gehe ich mit Stefan einig, und nur all zu oft sind Touristen, bei uns meist auch Stadtmenschen und untrainierte Bürokraten, die sich gewaltig überschätzen.
Verstehe allerdings auch den Reiz, solche Touren zu unternehmen, da ich vor etwas mehr als einem Monat an derselben Stelle stand.
Geht man dieser Versuchung ohne Planung und Ortskenntnis nach wirds gefährlich.

Antworten

Claudia November 13, 2011 um 08:45 Uhr

Reiz ja, Touren ja – aber allein? Ok, manch einer will einfach ganz allein sein, um sich selber zu finden. Es gibt natürlich auch Fälle, wo jemand, der sich gut vorbereitet hat, sich den Knöchel verstaucht. Oder andere Fälle, wo absichtlich der echte Nervenkitzel gesucht wird.
Spott liegt mir fern. Ich denke da mehr an die Rettungskräfte, vor denen ich wirklich Hochachtung habe.
Gern würd ich die Hintergründe verstehen. Welche Gründe gibt es noch, aus denen man allein loszieht?

Antworten

Stefan November 13, 2011 um 11:14 Uhr

Ja die Rettungskräfte haben auf jeden Fall Hochachtung verdient.

Solange man seine Grenzen kennt, sich gut vorbereitet, meine ich darf man auch alleine unterwegs sein. Denn darauf kommt es denn doch letztlich an, denn es gibt auch genug Gruppen die in Not geraten und die Rettungskräfte raus müssen.

Antworten

Cassia November 13, 2011 um 11:17 Uhr

ICH ziehe alleine los. Mein Freund kann und will nicht immer mit, und aus meinem Freundeskreis will keiner wandern. Ich wandere aber immer Wege, auf denen ziemlich sicher Menschen unterwegs sind (zuletzt südlicher Kungsleden in Schweden, wenn auch spät im Jahr, waren die Hütten doch immer noch gut besucht und ich bin nur einen Tag ganz alleine gelaufen), ich melde mich ab und wieder an und ich kenne meine Grenzen und die meiner Ausrüstung. Im November durchs Hochfjell zu laufen, auf die Idee käme ich bestimmt nicht, auch nicht zu zweit, dafür ist meine Ausrüstung auch nicht ausgelegt. Retter zu gefährden, das ist eben auch der große zweite Aspekt. Dann bin am Ende nicht nur ich tot, sondern vielleicht noch mehr. Trotzdem tut es mir leid. Ich hab mitgefiebert und doch schon geahnt, dass es so endet :-(

Antworten

Christian November 13, 2011 um 12:16 Uhr

Mal ein, zwei Anmerkungen von mir (ich werde später noch mehr zum Thema schreiben): Über die Absichten des Schweden werden wir wahrscheinlich nichts mehr erfahren, Häme ist jedenfalls fehl am Platze. Wobei wir uns aber alle einig sind, ist das das eine sehr leichtsinnige Aktion war. Mit entsprechenden Folgen. Auf einem Gletscher, der sehr viele Spalten hat, ist man nicht alleine unterwegs – niemals. Und auch in Gruppen brauchts mehr und bessere Ausrüstung (und die Kenntnis der Benutzung) als ein paar leichte Steigeisen.

Antworten

Claudia November 13, 2011 um 12:22 Uhr

@Cassia
„Ich hab mitgefiebert und doch schon geahnt, dass es so endet :-(“
Ja, war bei mir auch so. Leider haben einige hier gepostete, ähnliche Vorfälle bei mir zu diesem Pessimismus geführt.

@Christian
Ja!

Antworten

Thomas November 13, 2011 um 15:58 Uhr

Ich gehe auch manchmal allein, ich nehme aber immer 2 GPS-Logger mit, die aller 5 Minuten online meinen Standort aktualisieren. Da fühle ich mich echt besser.

Antworten

Christian November 13, 2011 um 16:51 Uhr

Das hilft dir nur leider relativ wenig, wenn du dann in einer Gletscherspalte steckst. Es ist aber zumindest ein Anfang.

Antworten

Wini November 15, 2011 um 06:54 Uhr

sorry, Gletschertouren alleine? Es gibt Vieles, das man alleine machen kann. Technische Hilfsmittel und die heutigen modernen Ausrüstungen lassen viele in einer falschen Sicherheit wähnen.
Ein Mammut oder 66 auf den Kleidern oder das neueste GPS oder Lawinensuchgerät. Ersetzt nun mal keine Ortskenntnis Training und Kondition. Und genau hier passieren Bergunfälle. Ist man als Tourist in einem fremden Land unterwegs, kommt noch die Versuchung – wenn ich schon mal hier bin. Ich kenne diese Verlockung nur zu gut.
Ich stand such vor dem Solheimjökull und das Betreten dieses Gletschers ist relativ einfach und verlockend. Aber als wir das blanke Eis sahen und das Wasser das darüber floss verwarfen wir jeden Gedanken daran ihn auch nur zu betreten verschweige noch zu begehen. Für alle die dies einmal erleben möchten, kann ich es nur empfehlen, aber bereitet Euch gut vor Trainiert Ausdauer und Kondition und NEHMT einen Führer! Die gibts in Südisland zu Buchen.

Nich einaml grosses Kompliment an das Rettungsteam und alle die diese Männer irgendwie unterstützt haben. Bin fasziniert vom Teamgeist der Isländer bei solchen Einsätzen.

Antworten

Previous post:

Next post: