Landverkauf in chinesischen Investor abgelehnt

by Christian on 25 November, 2011

Der isländische Innenminister hat heute bekanntgegeben, das es für den Landverkauf von Grímsstaðir á fjöllum in Ostisland keine Ausnahmegenehmigung für den chinesischen Investor Huang Nubo geben wird.

Der Verkauf von Land ist in Island nur an Bürger des europäischen Wirtschaftsraumes EEA und an Isländer selber erlaubt. Ausländer müssen vor dem Verkauf eine Genehmigung des Innenministeriums beantragen, über die dann entschieden wird.

Nach Angaben des Innenministers wäre eine Ausnahmegenehmigung nicht im Sinne dieses Gesetzes. Vermutlich mochte man auch keinen Präzedenzfall für einen derartigen Verkauf schaffen, der an anderer Stelle mittlerweile auch umstritten ist – hier seien nur die Bohrrechte von Magma Energy genannt.

Zudem habe Nubos Firma, die Beijing Zhongkun Investment Group, eine Reihe von Voraussetzungen nicht erfüllt:

  • Eine Firma muss einen Sitz in Island haben.
  • Alle Direktoren müssen entweder isländisch sein oder für mindestens 5 Jahre einen Wohnsitz in Island besitzen.
  • 4/5 der Anteile einer Firma müssen in isländischem Besitz sein.

Im Gesetz wird ausgeführt, das Ausnahmen gemacht werden können, wenn diese Vorgaben nicht einzuhalten sind, eine derartige Genehmigung ist nun nicht erteilt worden.

Neben Vertretern der Tourismusindustrie zeigte sich besonders der Sprecher Nubos enttäuscht. Seiner Ansicht nach ist die Entscheidung des Ministers ausschliesslich in der Größe des zu erwerbenden Landes begründet, wofür es im Gesetz keinerlei Grundlage gäbe. Nubo müsse nun entscheiden, ob er seine Strategie ändert (Scheinfirmen zu gründen ist bei anderen Gelegenheiten ja früher schon gemacht worden), sich für ein anderes Landstück entscheidet oder Island komplett den Rücken kehrt.

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Matthias November 26, 2011 um 10:43 Uhr

Ich finde es gut, dass dem Antrag nicht stattgegeben wurde. Die Region um den Dettifoss sollte m.M.n. ursprünglich bleiben! Wenn die Chinesen einen Golfplatz bauen wollen, sollen sie dies woanders machen.

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Silke November 26, 2011 um 14:48 Uhr

Ich habe diese Entscheidung mit Erleichterung gehört.

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