Reykjavik 5. teuerste Stadt weltweit

by Christian on 27 Dezember, 2011

Viele Touristen nehmen an, das Island aufgrund der Finanzkrise ein günstiges (oder zumindest günstigeres) Reiseland geworden ist. Das dem nicht so ist, zeigt eine Studie der Firma „Pricerunner“. Dafür wurde zunächst ein Warenkorb zusammengestellt, der von Basislebensmitteln wie Milch oder Eiern bis hin zu Luxusgütern und technischer Ausrüstung verschiedenste Artikel enthielt. Für diesen Warenkorb wurde dann jeweils ein globaler Durchschnittspreis ermittelt und dieser dann mit den lokalen Preisen verglichen.

Den Ergebnissen zufolge ist die norwegische Hauptstadt Oslo die teuerste Stadt der Welt, mit Preisen, die 35,5% über dem globalen Durchschnitt liegen. Dem folgen Sao Paulo in Brasilien (+27,1%), Sydney in Australien (+20,5%), Stockholm in Schweden (+15,5%) und dann Reykjavik mit +14,9%. Als günstigste Stadt wurde Mumbai ermittelt mit Preisen die 26,9% unter dem Durchschnitt lagen.

Diese Zahlen hören sich zunächst eingängig an, ich finde sie aber wenig aussagekräftig. Es ist zum einen schwierig, einen globalen Durchschnittspreis für Waren zu ermitteln, die lokal produziert werden wie beispielsweise landwirtschaftliche Produkte. Zum anderen lässt sich weder etwas über die genaue Aufteilung des Warenkorbes noch über die Gewichtung der einzelnen Artikel ermitteln – iPads sind im täglichen Leben sicher eher verzichtbar als Brot und Butter. Und gerade für Reykjavik (bzw. Island) kann man sagen das technische Artikel erheblich teurer sind als im europäischen Durchschnitt, sich Grundnahrungsmittel aber einigermassen günstig einkaufen lassen. Island ist nach wie vor kein Billigreiseland, aber so extrem, wie oben geschildert ist das ganze dann meiner Meinung nach auch nicht.

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Johannes Dezember 27, 2011 um 10:15 Uhr

Die Frage ist ja, aus welcher Sicht man das Preisniveau bewertet. Aus Sicht eines Einheimischen erscheinen die Preise nicht so hoch (ganz allgemein gesprochen, nicht speziell auf Reykjavík bezogen), weil die Löhne natürlich auch mit dem Preisniveau zusammenhängen und somit ein höheres Preisniveau auch ein höheres Durchschnittseinkommen bedeutet. Aus Sicht eines Touristen erscheinen die Preise hoch, aber wie du schon geschrieben hast, passt da evtl. der unterstellte Warenkorb zur Berechnung des Preisniveaus nicht.

Lange Rede, kurzer Sinn: Ich finde so eine Rechnung auch wenig aussagekräftig. Da glaube ich doch lieber an den Big-Mac-Index… Mist, da wäre Island aber nicht (mehr) dabei :-)

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leslie Dezember 27, 2011 um 13:16 Uhr

Den Artikel gleich 4 mal. :-O

Und was ist am Askja los?
http://hraun.vedur.is/ja/oroi/allarsort.html

Vierte von oben.

Mfg

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Wini Dezember 27, 2011 um 20:27 Uhr

Ich fands island auch nicht teurer als bei uns zu hause. sicher muss man auch die kaufkraft eines landes miteinbeziehen. so gilt die schweiz als das reichste land Pro kopf berechnet aber auch nur weil einige der reichsten leute der welt hier ihre vorteile ausspielen. uns als normal handwerker bleibt ende zahltag noch einiges an monat. und unter dem strich kauft man sich keine luxusgüter mehr. konnte mir island auch nur mit nebenbeijob finanzieren, sonst wärs ein jugendtraum geblieben. ich glaube sowieso nur der statistik die ich selbst gefälscht habe :-) :-)

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Christian Dezember 27, 2011 um 21:46 Uhr

Gerade gemessen an der Kaufkraft der Einheimischen ist Island in den letzten Jahren erheblich teurer geworden. Wir zahlen jetzt gut 30-50% mehr (in ISK) für Lebensmittel, mein Gehalt hat sich aber leider nicht dementsprechend angepasst.

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leslie Dezember 30, 2011 um 14:27 Uhr

Wie teuer eine Stadt ist,
wird doch an den Mieten gemessen.

Da würd ich sagen.
Tokyo,New York,London und München.

´´Wir zahlen jetzt gut 30-50% mehr (in ISK) für Lebensmittel, mein Gehalt hat sich aber leider nicht dementsprechend angepasst.´´

Ist hierzulande auch so.

Heizen mit Weizen und Autofahren mit Mais macht halt die Lebensmittel teurer.
Und halt die Gier der Hersteller,die Anlegern eine Rendite versprechen.

Mfg

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