Naturschutzgesetz geändert

by Christian on 27 März, 2012

Als letztes Jahr ein tschechischer Reiseveranstalter einen seiner Tourbusse im isländischen Hochland in einem See versenkte, war die Empörung in Island gross. Ebensowenig begeistert reagierte man, als eine Gruppe von ausländischen Motorradfahrern beim Offroadfahren erwischt und zu einer Geldstrafe verurteilt wurde. Damals stellten sich viele Isländer die Frage, warum diese Verstöße gegen das Naturschutzgesetz nur relativ schwach bestraft werden konnten, Rufe nach einer Verschärfung waren die Folge.

Eine Verschärfung des Naturschutzgesetzes ist jetzt vom isländischen Parlament beschlossen worden und wird am 01. Mai in Kraft treten. Demnach werden in Zukunft Personen die schwere Schäden an der Natur verursacht haben (und dazu zählen bereits die Fahrspuren vom Offroadfahren) mit einer Geldstrafe von mindestens 350.000 Kronen oder bis zu vier Jahren Freiheitsstrafe bestraft.

Wer diese Schäden mit einem Fahrzeug verursacht, dem kann zusätzlich auf einen Gerichtsbeschluß hin das Fahrzeug beschlagnahmt werden. Die Regeln werden also härter – es bleibt zu hoffen, das das zu einem verbesserten Schutz der fragilen isländischen Natur führt.

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Wini März 28, 2012 um 05:58 Uhr

Recht so. Nur , Touris gehen wieder mach Hause. wie kann man die 4 Jahre festhalten und auf Isländische Kosten durchfüttern? Ich wäre nebst der hohen Geldstrafe für eine Befristete Einreisesperre

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Christian März 28, 2012 um 09:51 Uhr

Mit der Begründung könnte man ja gar keine Gefängnisstrafen für Touristen oder Ausländer verhängen. Kostet ja Geld. Und? Wer gegen entsprechende Gesetze verstösst, wird da zur Rechenschaft gezogen. Und bis da jemand ins Gefängnis wandert, wird wohl noch viel Wasser den Gullfoss runterfliessen.

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Jäcky März 28, 2012 um 08:26 Uhr

Finde ich SUPER!

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Ariane März 30, 2012 um 12:02 Uhr

Wer Mist baut, muss dafür die Konsequenzen tragen!

Und ich finde es gut, dass man so hohe Strafen ansetzt. Ich bezweifele zwar, dass manche Deppen, die es ganz toll finden, quer durch die Natur zu heizen, etwas daraus lernen werden, aber es tut ihnen auf jeden Fall weh!

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Martin April 1, 2012 um 16:16 Uhr

Na endlich ein Schritt in die richtige Richtung.
Ich hatte nach unserer letzten Reise im vergangenen Jahr hier ja mal angeregt, dass eine Art Verhaltensmaßnahmenkatalog mit Konsequenzen bei Nichtbeachtung von jedem Touristen bei Einreise per Schiff oder Flug unterschrieben werden muss. Sollte dann einer gegen diese Regeln verstoßen kostet das Geld. Dazu würden bei mir auch weggeworfene Zigarettenkippen und verlassen extra für Fußlahme angelegter Wege zählen. Macht zwar nicht unbedingt beliebt, aber man kanns ja lassen und die Natur schonen. In Singapur funktionierts bestens mit den Punkten: Kaugummi, Zigaretten und Urinieren!

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Christian April 2, 2012 um 09:09 Uhr

Nette Idee, aber unnötig. Die Gesetze Islands gelten auch für Besucher – egal ob sie die nun kennen oder nicht. Das Sprichwort „Unwissenheit schützt vor Strafe nicht“ passt dazu. Wer also in Island gegen Gesetze verstösst, wird dafür zur Rechenschaft gezogen, ob er das nun vorher anerkannt hat oder nicht. Das haben alle Leute schonmal zu spüren bekommen, die ein wenig zu schnell gefahren sind. Und ich finde es nicht zuviel verlangt, wenn sich Besucher vor einem Besuch über geltende Regeln ihres Gastlandes informieren.

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Martin April 9, 2012 um 17:01 Uhr

Ja das ist mir schon klar, aber es würde so manch einem wenigstens das Bewußtsein für die Natur schärfen. Ich darf vor meiner Haustür auch wöchentlich eine Handvoll Zigarettenstummel aufsammeln. Und wenn das hier in Deutschland immer zufällig aus dem Autofenster fällt (es ist ja nie Absicht gewesen), besteht keine Notwendigkeit, diese Unart in den riesigen Weiten der isländischen Natur selbstverständlich auch zu tun (so ein Zigarettenstummel fällt ja nicht auf). Sollte dies aber vorher unterschrieben worden sein, wird ein kleiner Teil vielleicht darauf verzichten. Die Hoffnung stirbt zuletzt.

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