Neue Wendung im Landverkauf an chinesischen Investor

by Christian on 14 Mai, 2012

Vor einiger Zeit versuchte der chinesische Investor Huang Nubo in Nordisland gut 30.000 Hektar Land zu kaufen, um darauf einen Hotelkomplex zu errichten. Diese Pläne sind durch das zuständige isländische Innenministerium abgelehnt worden, das den Verkauf hätte genehmigen müssen.

Nubo hat mit der Ablehnung seine Pläne aber nicht aufgegeben, sondern in Zusammenarbeit mit den Kommunen der Region eine Lösung für das Problem gesucht. Eine Möglichkeit wäre gewesen, eine in Europa ansässige Mantelgesellschaft zu gründen, die dann das Land kauft und ihrerseits wieder einer von Nubos Investmentfirmen gehört. Ein solcher Verkauf hätte dann nicht mehr genehmigt werden müssen. Nubo war anscheinend aber klar, das ein solcher Schritt in Island auf nicht besonders viel Gegenliebe gestossen wäre – bereits der Verkauf wurde ja kontrovers diskutiert.

Die jetzt angedachte Lösung ist jetzt, das Huangs Firma das Land für sehr lange Zeit von den umliegenden Gemeinden mietet (je nach Medienquelle für 40 oder 99 Jahre). Die Mietsumme für diese Zeit soll im Voraus gezahlt werden und daraus sollen die in einer Holding zusammengeschlossenen Gemeinden den Kauf finanzieren. Nubo würde dann auf diesem Land sein Hotel bauen und geplant zwischen 200 und 600 Arbeitsplätze schaffen, angedacht ist eine Eröffnung im Jahr 2016. Den Planungen zufolge soll zudem der grösste Teil des Landes für Wanderer und Besucher geöffnet werden (ausser den Bereichen wo gebaut werden soll).

Bis dahin sind aber noch eine Reihe organisatorischer und rechtlicher Fragen zu klären. So müssen zunächst einige Firmen gegründet werden, damit dieses Geschäft überhaupt abgewickelt werden kann, darunter die Holdingfirma der nordisländischen Gemeinden und auch eine Firma Nubos in Island. Besonders letztere ist wichtig, da nur diese entsprechende Anträge beim Wirtschaftsministerium stellen kann. Hier wird der Vorgang entsprechend geprüft, wie die Wirtschaftsministerin Oddný Harðardóttir letzte Woche mitteilte. Im Moment seien unter anderem Fragen zu Umweltschutz und Planung offen.

Auch unter den Gemeinden, die den anderen Teil des Vertrages erfüllen herrscht im Moment noch keine Einigkeit und es sind noch einige Fragen offen. Einige davon betreffen rein technische Aspekte des geplanten Komplexes wie beispielsweise das Management der Abwässer aussehen soll. Das ist ein grösseres Problem als man annehmen sollte, da sich das Hotel weitab von anderen Städten befinden würde. Ebenfalls damit zusammenhängen tut die mögliche Unterbringung von mindestens 200 Arbeitskräften, für die zumindest ein kleiner Ort entstehen müsste, in dem Einkaufsmöglichkeiten, möglicherweise Schulen und Kindergärten sowie eine medizinische Grundversorgung verhanden sein müssten.

Insgesamt scheint sich die heftige (und teilweise auch unsachlich geführte) Diskussion um das Projekt etwas beruhigt zu haben was dem ganzen sicher nicht schlecht getan hat. Ob sich das Projekt so verwirklichen lässt und was am Ende daraus werden wird, muss sich zeigen.

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Lundi Mai 16, 2012 um 13:46 Uhr

Die Chinesen sollen doch lieber daheim bleiben. Dort haben sie schließlich genug Baustellen. Statt dessen kaufen sie sich in der ganzen Welt mit ihrem schmutzigen Geld ein, siehe: DE!

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