isländische Präsidentschaftswahlen

by Christian on 25 Juni, 2012

Bis zu den isländischen Präsidentschaftswahlen sind es nur noch wenige Tage, die Wahl findet am Samstag, den 30. Juni 2012 statt. Das Kandidatenfeld ist mittlerweile ein klein wenig übersichtlicher geworden, so hat Jón Lárusson seine Kandidatur zurückgezogen, Ástþór Magnússon ist von der Wahlkommission ausgeschlossen worden, weil ein Teil der Unterstützerunterschriften, die die Kandidaten mit der Bewerbung einreichen müssen, offensichtlich gefälscht war.

Weniger klar ist mittlerweile der Ausgang der Wahlen. So führt mittlerweile der Amtinhaber Ólafur Ragnar in den Umfragen vor seiner Herausforderin Þóra Arnórsdóttir, da die Zahlen aber je nach Umfrage sehr unterschiedlich ausfallen, ist eine genaue Prognose schwierig. Hier spielt ganz offensichtlich die Umfragebasis die entscheidende Rolle, so sind die Unterstützer des amtierenden Präsidenten eher dem konservativen und europakritischen, die seiner Herausfordererin eher dem linken und europafreundlichen Lager zuzurechnen. Auch der Wohnort macht einen Unterschied, so sind die Unterstützer von Ólafur Ragnar eher in den ländlichen Regionen zu finden.

Nach letzten Umfragen des soziologischen Instituts der Universität von Island führt Ólafur Ragnar mit 44,8% die Umfragen an, Þóra Arnórsdóttir kommt demnach auf 37%. Beide Kandidaten haben aber an Zustimmung verloren, was den weiteren Kandidaten zugute kommt, sie erhalten jetzt jeweils etwa 1% an Stimmen. Für Ari Trausti Guðmundsson sind demnach 10.5% und für Herdís Þorgeirsdóttir 5.3%.

Der Umfrage zufolge ist mittlerweile auch die Zahl der noch unentschiedenen Wähler stark gesunken, sie hatten zuletzt gut ein Drittel der Stimmen ausgemacht. Demnach wissen 84,5% der Befragte mittlerweile, wen sie wählen wollen, nur 11,7% sind noch unentschieden und nur 4% wollen nicht wählen gehen.

Diese Wahlen werden dann vermutlich von den noch unentschiedenen Wählern entschieden werden, allerdings bleiben immer noch Unsicherheiten durch die stark schwankenden Umfrageergebnisse. Die anstehende Wahl politisiert Island sehr stark, so das Äußerungen und Interviews der Kandidaten viel diskutiert werden. Was sich aber auch abzeichnet ist der Wunsch der Bevölkerung die Zahl der Amtszeiten deutlich zu begrenzen.

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