Eisbär gesichtet?

by Christian on 5 Juli, 2012

In Island wurde gestern von italienischen Touristen auf der Halbinsel Vatnsnee möglicherweise erneut ein Eisbär gesichtet. Die Polizei hat die Zugänge zur Halbinsel gesperrt und ist zusammen mit einem Hubschrauber der Küstenwache auf der Suche nach dem Tier.

Für einen möglichen Eisbären bleibt nur zu hoffen, das es sich um einen Irrtum handelt, da in Island gestrandete Eisbären in den letzten Jahren immer abgeschossen wurden.

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rainer Juli 5, 2012 um 07:55 Uhr
Lundi Juli 5, 2012 um 10:42 Uhr

Leider werden die Eisbären meist durch unvorsichtige Touris und sensationsgeile Reporter sehr stark bedrängt und fühlen sich angegriffen. Dann greifen sie natürlich an, es sind schließlich Raubtiere und keine Plüschhasen.
Bleibt zu hoffen das die Polizei das Gebiet hinreichend sichert und dem möglichen Eisbären das Schicksal seiner Vorgänger erspart bleibt.

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Stefan Juli 5, 2012 um 19:50 Uhr

Ich glaube nicht das das Bedrängen von Eisbären das Problem ist. Man muss leider auch anerkennen, das ein Eisbär in Island aus verschiedenen Gründen problematisch ist.

Ein Grund ist das so ein Bär oftmals lange nichts gefressen hat, bevor er nach Island kommt. Vermutlich treibt er auf einer Scholle und wird daher wohl nichts gefressen haben. Schon daher ist er wohl aggressiver, weil hungrig.

Im Gegensatz zu anderen Bären sind Eisbären aber leider auch verdammt neugierig und lassen sich nicht so einfach vertreiben. Andere Bären weichen von sich aus dem Menschen aus, ein Eisbär macht das in der Regel nicht.

Wenn diese beiden Punkte dann in einem Land zusammen kommen wo man normalerweise nicht mit einem Eisbären rechnet, stellt ein Eisbär eine enorme Gefahr dar.
Man schaue sich Spitzbergen an, dort weiss man, das einem jederzeit ein Eisbären begegnen kann und daher ausserhalb der Ortschaften bewaffnet sein muss. Aber selbst so, obwohl man zur Selbstverteidigung Eisbären erlegen darf, sterben dort immer wieder Menschen durch Angriffe. Und das alles, obwohl man eigentlich sich auf eine Begegnung vorbereitet.

In Island bereitet man sich nicht vor, da man damit nicht rechnet, daher kann ich verstehen, wenn die Behörden einen Eisbären erlegen. Einen einzufangen dürfte nicht leicht sein, erst recht, wenn man damit rechnen muss in aus den Augen zu verlieren. Und das dann womöglich irgendwelche Wanderer über einen hungrigen Eisbären stolpern möchte ich in Island nicht erleben.

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Michael Juli 6, 2012 um 13:49 Uhr

So wie ich es gehört habe, wurde einem der letzten erschossenen Eisbären schon ein Reporter aus Deutschland zum Verhängnis, der ein „BILD“ machen wollte aus nächster Nähe und dem der Eisbär aus Neugier zu nahe gekommen war.

Das Einfangen eines Bären ist aber auch schwierig, hält er sich zu nah am Wasser auf und flüchtet nach dem Betäubungsversuch in dieses, würde er darin ertrinken, sobald die Narkose wirkt. Und wohin sollte er dann gebracht werden? Grönland will ihn nicht zurüchaben (siehe [URL]http://www.grapevine.is/Home/ReadArticle/Polar-Spotted-In-North-Iceland[/URL]
und ein Zoo ist noch nicht da… ;-)

Und in einem Gebiet festhalten kann man so einen Eisbären eher weniger, dafür ist er zu agil und wendig, immerhin schwimmt er 6 Kilometer in der Stunde…

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Stefan Juli 6, 2012 um 21:50 Uhr

Inzwischen ist die Suche wohl abgeblasen worden. Zoologen gehen nach der Überprüfung der Aussagen der Touristen inzwischen davon aus, das es wohl eher ein Robbe/Seehund gewesen sei. Das beobachte Verhalten beim Schwimmen passe wohl nicht zu einem Eisbär:

http://icelandreview.com/icelandreview/daily_news/Search_for_Polar_Bear_Called_Off,_Zoologist_Questions_Sighting_0_391549.news.aspx

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leslie Juli 7, 2012 um 16:55 Uhr

Jaja,auch Island hat seine „Problembären“^^
http://www.youtube.com/watch?v=bWcIimwhkr8

Mfg

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