Schneechaos in Nordisland

by Christian on 12 September, 2012

Am Sonntag und Montag zog ein kräftiger arktischer Sturm über Island hinweg, der im Hochland und in Nordisland für reichliche Schneefälle sorgte. Als Folge waren alle nördlichen Hochebenen der Ringstrasse gesperrt weil sie unpassierbar waren, auch das Hochland ist mittlerweile im wesentlichen nicht mehr befahrbar.

Der Sturm sorgte auch dafür das in weiten Bereichen im Norden stundenlang der Strom ausfiel, weil Freileitungen umbrachen. Servicetrupps der Energieversorger sind seitdem rund um die Uhr im Einsatz, um die unterbrochenen Leitungen zu reparieren.

Mittlerweile wurde in Nordisland für den Bereich Þingeyjarsýsla aus diesem Grund auch der Notstand ausgerufen. Dramatisch ist dieser frühe erste Wintereinbruch aber für die Bauern, da diese möglicherweise grosse Teile ihrer Schafherden verlieren. Die Herden wären normalerweise Mitte September zusammengetrieben und sortiert worden, das ist unter den aktuellen Bedingungen aber nicht möglich.

So versuchen im Moment die Bauern unterstützt von Rettungskräften und weiteren freiwilligen Helfern die gut 14.000 noch freilebenden Schafen zusammenzutreiben und so vor dem Wetter zu retten. Vielerorts gibt es aber bereits Berichte über erfrorene oder eingeschneite und dann erstickte Schafe, so das befürchtet wird, das ein grösserer Teil der Herden dieses Unwetter nicht überlebt hat bzw. überlebende Tiere zu schwach sind und schnell in die Ställe gebracht werden müssen.

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Elkü September 13, 2012 um 01:22 Uhr

Inzwischen kam die Meldung, dass die Zahl der tot geborgenen Tiere bisher kleiner ist als befürchtet. Etwas Hoffnung. :-)

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Barbara September 13, 2012 um 10:12 Uhr

Ich bin erschüttert. Genau vor einem Jahr waren wir in Island in den Ferien und sind durchs Hochland gefahren. In Kerlingarfjöll konnten mit den Schäfern Nachtessen und haben Ihnen beim zusammentreiben der Schafe zugeschaut. Das ist echt arg, in der Schweizer Tagesschau kamen Bilder von Leuten die Schafe ausgegraben haben. http://www.videoportal.sf.tv/video?id=bf8969bc-9e44-48b4-9e9a-3f5472050df6
Gruss aus der Schweiz, die in den Bergen auch viel Schnee abbekommen hat.

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Stefan September 18, 2012 um 14:57 Uhr

Ja da zeigt die Natur ihre Macht und auch Unberechenbarkeit. vergangenes Jahr war ich zu dem Zeitpunkt auch im Norden unterwegs. Gab da zwar auch zum gleichen Zeitpunkt einen Kälteeinbruch, jedoch keinen Blizzard. Da kann man auch mal schnell im Nirgendwo stecken bleiben. Ich denke das Zeigt einem wieder das man nicht unvorbereitet dort unterwegs sein sollte.

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