Island gewinnt vor dem EFTA-Gericht

by Christian on 28 Januar, 2013

Island hat die Verhandlung vor dem EFTA-Gericht um die Entschädigung von Sparern der Icesave Bank komplett gewonnen, das Gericht wies alle Klagen ab.

Island war verklagt worden, weil es zum einen die heimischen Konten bevorzugt hatte (diese wurde in die „neue Landsbank“ überführt), während ausländische Kunden zunächst nicht entschädigt worden sind (später wurden allerdings aus dem Vermögen der alten Landsbank Vermögen entsprechend verteilt) und zum anderen weil ausländische Sparer nicht einmal die Garantieeinlagensumme erhalten sollten.

Für den isländischen Staat bedeutet diese Entscheidung nach meiner Interpretation insofern Sicherheit, da er hier nicht für die nicht entschädigten Guthaben aufkommen muss und dafür gggls. Jahrzehnte zahlt. Inwiefern das überhaupt zum tragen gekommen wäre, da das gesicherte Vermügen der alten Landsbank erhebliche Teile dieser Schulden abdeckt, ist ungeklärt, jetzt aber unerheblich.

Mehr zu dem Thema später, wenn es mehr Reaktionen aus Island gibt (bisher herrscht wohl doch recht grosse Überraschung über die Klarheit des Richterspruchs vor) und ich Zeit hatte, die Begründung anzuschauen. Wer mag, kann sich hier die englische Pressemitteilung des EFTA-Gerichts ansehen.

{ 0 comments… add one now }

Leave a Comment


Previous post:

Next post: