Gefahr durch Wellen

by Christian on 9 April, 2013

Der bei Touristen und Fotografen sehr beliebte schwarze Strand in Vík í Mýrdal in Südisland kann bei Sturm sehr schnell sehr gefährlich werden. Grund dafür sind Wellen, die plötzlich 10-20 Meter höher auf den Strand heraufkommen, als die Wellen vorher. Grund dafür ist das geringe Gefälle am Strand, so das sich überlagernde Wellen sehr hoch auflaufen können.

Das führt dann bestenfalls dazu das man mit nassen Schuhen oder Kleidung dasteht, wer Pech hat wird aber umgeworfen und kann vom rücklaufenden Wasser in die Brandungszone mitgerissen werden, wo es dann lebensgefährlich wird. Aufgrund der dort auflaufenden Wellen kann man kaum schwimmen, der Rückweg zum Ufer ist aufgrund der Strömung des rücklaufenden Wassers schwierig bis unmöglich. Erschwert wird das ganze durch das kalte Wasser und sich vollsaugende Kleidung.

In diesem Bereich hat es bereits einige Tote gegeben, der letzte Fall liegt glücklicherweise bereits fünf Jahre zurück. Damals benötigten die Retter 2 Stunden, um das Opfer zu bergen, obwohl sie es die ganze Zeit in der Brandungszone sehen konnen! Entsprechende Wellen können auch bei relativ wenig Wellengang und Wind entstehen.

Das mit den Kräften der Wellen nicht zu spassen ist, zeigt folgendes Video von Kristinn Kjartansson. Die Wellen laufen eine ganze Weile immer in derselben Höhe auf, bis eine hohe Welle dann eine Touristengruppe umwirft. Dabei ist glücklicherweise nicht mehr passiert.

Video von Kristinn Kjartansson, alle Rechte am Video liegen bei ihm.

Wer in diesem Bereich unterwegs ist, sollte auf die Warnschilder achten, die vor der Gefahr warnen und zudem immer ein aufmerksames Auge auf die Brandung haben. Wer fotografiert, sollte darauf achten, das jemand anders aufpasst, damit man nicht plötzlich mit dem Auge am Sucher überrascht wird. Das sind auch die schönsten Bilder nicht wert.

{ 5 comments… read them below or add one }

Ulla April 10, 2013 um 17:21 Uhr

Habe selbst im Februar 2012 dort nasse Füße bekommen.
Leider sehe ich hier kein Video!?
Gruß Ulla

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Christian April 10, 2013 um 18:37 Uhr

Ich habe den Link angepasst, jetzt sollte es passen.

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Marianne April 11, 2013 um 15:09 Uhr

Ich habe im Februar 2012 neben Ulla gestanden ;-) habe aber keine nassen Füssebekommen, warum auch immer. Ich gebe zu, ich war mir der Gefahr der hochauflaufenden Wellen gar nicht bewusst. Unser deutscher Reiseleiter war ebenfalls ganz unbedarft, er hat zwar mal ein wenig gewarnt….
Die Brandung war bei uns fast noch stärker als im Video.

Gut, dass du eine Warnung ausgesprochen hast!!

Gruß
Marianne

Marianne

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Kristinn Kjartansson Juni 25, 2013 um 08:00 Uhr

Another incident happened last week where a foreign tourist intended to play in the waves. He was suddenly thriven by the strong current existing all the time except on high – and low-water moments. He drifted some 60 meters out, but fortunately he did not panic, and as beeing a good swimmer he was able to swim ashore to the cliffs close to the Reynisdrangar 30 minutes later where he was picked up by helicopter. Happy ending this time.

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Stefan Gunther Juni 28, 2013 um 18:02 Uhr

@Kristinn, my wife, daughter and I witnessed the event you describe at Reynisfjara. It was astonishing to note that note only was the man pulled *out* to sea, but he was also pushed at least 150 meters east towards the Reynisdrangar. The response of the rescue forces was impressive–as we were waiting for boats/a helicopter, rescuers from an ambulance scaled the cliffs with ropes and made their way in the directions of the swimmer. I was unclear on how they would have effected a rescue from that height with just ropes. After about 30 minutes a boat appeared (looked like a rubber dinghy or zodiac boat and had at least three rescuers in it); shortly thereafter the helicopter arrived on the scene. Being in full force at a relatively remote location that quickly was outstanding on the part of the rescue services. They were embarrassed by compliments, though–their attitude seemed to be, „all in a day’s work.“

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