Eintritt am Geysir

by Christian on 28 Oktober, 2013

Bereits mehrfach hier im Blog hatte ich die Einführung von Eintrittsgebühren an isländischen Sehenswürdigkeiten thematisiert. Nachdem am Kratersee Kerið bereits seit diesem Sommer Eintritt erhoben wird und das am Dettifoss ab dem nächsten Jahr so sein wird, kommt die Region Geysir als nunmehr drittes Gebiet hinzu.

DSC1358

Der Strokkur – noch ohne Gebühren.

Die Vereinigung der Landbesitzer (das Land ist etwa zu 2/3 in Privatbesitz, der Rest (und dazu gehört auch das Gebiet direkt um die Geysire) gehört dem Staat), gab diesen Schritt heute in Reykjavik der Presse bekannt. Über die Höhe der Gebühr ist bisher noch nicht abschliessend entschieden worden, allerdings müssen nach Angaben der Landbesitzer daraus extensive Instandhaltungsarbeiten durchgeführt werden, die etwa 500 Mio Kronen (ca. 3 Mio Euro) kosten sollen.

Was genau passieren soll, wurde nicht weiter mitgeteilt. Klar ist aber, das die Gebühr für alle Besucher (Isländer und Touristen) gelten soll. Solange diese Gebühren wirklich ihrem Verwendungszweck zugute kommen, werden vermutlich wenige Leute etwas dagegen haben – wie sich das ganze weiter entwickelt, wird sich zeigen müssen. Vermutlich werden jetzt aber zunehmend mehr Orte und Gebiete ähnliche Modelle entwickeln.

{ 6 comments… read them below or add one }

leslie November 4, 2013 um 10:01 Uhr

Bloss aufpassen das ihr nicht das Venedig des Nordatlantik werdet.:-O
Venedig ist dafür bekannt das Touristen hemmungslos abgezockt werden.
Espresso 10 Euro und so. :-/
Und wird mal wieder Zeit fürn Vulkanausbruch. ;-)

Mfg

Antworten

Bea Dezember 15, 2013 um 14:39 Uhr

Island ist das schönste Land der Welt. Es MUSS teuer sein und bleiben, damit niemals Massentourismus aufkommen kann. Ich fühle mich niemals abgehockt! Das Beste hat seinen Preis .
Mfg

Antworten

Christian Dezember 16, 2013 um 19:13 Uhr

Dazu ist es zu spät, Island ist ein Ziel des Massentourismus. Anders bekommt man 20% und höhere Steigerungsraten bei den Touristenzahlen nicht realisiert.

Antworten

Stefan Dezember 19, 2013 um 18:04 Uhr

Letzte Woche war ich doch sehr erstaunt am Laugavegur (Rvk) häufiger Isländisch als andere Sprachen zu hören! Und fast nur wenn man eine Kamera um den Hals hatte wurde man auf Englisch angesprochen…
…das war ja fast so schön wie früher!
Ich befürchte auch, daß der Zug längst abgefahren ist. Der Massentourismus ist längst da (Geysir im Sommer…) und wird sich nicht so schnell wieder vertreiben lassen – eine Reihe nasser kalter Sommer wäre vielleicht noch eine gute Lösung. Erschreckend fand ich eine Aufstellung wonach um die 70.000 Touris den Laugavegur im Fjallabak heimsuchen. Bei den Zahlen käme das bis auf 1000 Leute pro wanderbarem Tag hinaus. Längst Zeit Hotels dort zu planen!

Antworten

Christian Dezember 19, 2013 um 21:56 Uhr

Im Winter wundert mich das nicht. Im Sommer sieht (bzw. hört) das komplett anders aus.

Antworten

Bea Dezember 26, 2013 um 23:02 Uhr

Bin soeben zurück aus Reykiavik über Weihnachten. Am me iten erschreckt hat mich diesmal die Unfreundlichkeit der Isländer.da hat sich seit 2011 einiges verändert. Die Schönheit des Landes macht trotzdem alles wett.

Antworten

Cancel reply

Leave a Comment


{ 1 trackback }

Previous post:

Next post: