Entwicklung am Bárðarbunga [11.]

by Christian on 4 September, 2014

Am Holuhraun Lavafeld hat sich die Lage gestern abend noch wieder beruhigt. Nachdem die Wissenschaftler und Journalisten, die sich in der Gegend aufhielten evakuiert worden waren weil verstärkter vulkanischer Tremor gemessen worden war, ging dieser gestern abend wieder zurück. Tremor entsteht unter anderem, wenn sich Magma unterirdisch bewegt. Nachdem sich die Spalte bis zum Gletscher ausgedehnt hatte, war eine mögliche subglaziale Eruption mit einer Flutwelle befürchtet worden. Heute morgen wurde die Sperrung wieder aufgehoben und die Geologen konnten zurück an die Arbeit gehen.

Ansonsten gibt es im Moment keine weiteren nennenswerten Veränderungen, die Lava tritt weiter konstant aus und bedeckt mittlerweile eine Fläche von etwa 10,8 Quadratkilometern. Die Zahl der Erdbeben ist weiterhin rückläufig und es ist unklar, ob und wie sich die Situation fortsetzt. Auf dem aktuellen Niveau könnte dieser Ausbruch nach Angabe der Geologen aber monatelang weitergehen. Die Eruption ist auch weiterhin aus dem All gut sichtbar, so veröffentlichte das NASA Earth Observatory ein weiteres Bild. Dieses ist zusammengesetzt aus zwei Einzelbildern, einmal eine normale Tagaufnahme der Region und dann eine Infrarotaufnahme bei Nacht für die Eruptionsstelle. Wer will kann sich das Bild auf der NASA Webseite auch in hoher Qualität herunterladen.

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Im isländischen Fernsehen (RÚV) gab es gestern abend einen interessanten Film über die Eruption. Er zeigt neben neuen Bildern auch ein Modell, wie die Eruption vor sich geht und einige alte Bilder aus Heimaey und einer alten Eruption des Grimsvötn. Der Kommentar ist zwar auf isländisch, die Version hat aber auch isländische Untertitel. Das Orignal mit einer erweiterten Beschreibung findet sich hier.

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