Entwicklung am Bárðarbunga [21.]

by Christian on 15 September, 2014

Auch heute nur ein kurzes Update, da nicht viel passiert ist. Die Eruption im Holuhraun Lavafeld hat seit gestern nicht weiter an Kraft verloren, allerdings läuft sie weiter auf etwas niedrigerem Niveau. Das führt dazu, das sie sich weiter in die Breite läuft und im Moment nicht genug Kraft hat, um weiter in die Jökulsá vorzudringen. Die Schwefeldioxidemissionen liegen zwar damit auch etwas niedriger, sie stellen allerdings immer noch ein Problem dar. Aufgrund der veränderten Windrichtung sind jetzt mehr die Regionen am Mývatn, Husavík und Kospasker betroffen. Dort empfahl der Wetterdienst die Werte genau zu beobachten und im Zweifel nicht ins Freie zu gehen. Der Wetterdienst hat jetzt auf seiner Webseite auch eine Vorhersage zur Zugrichtung der Emissionswolke.

140915 erdbeben absenkung

Absenkung des Calderabodens des Bárðarbunga. Der grün markierte Bereich zeigt die rapide Absenkung nach einem Erdbeben der Stärke 5.4. Graphik vom isländischen Wetterdienst/Universität von Island.

Im Bereich der Bárðarbunga ereignen sich nach wie vor starke Erdbeben, die mit dem absenken des Calderabodens in Zusammenhang gebracht werden. Da hier Gesteinsschichten aneinander vorbeigleiten müssen (der sich absenkende Calderaboden am festen Gestein vorbei) und diese Stellen nicht perfekt glatt sind, verhaken sich die Schichten. Wenn es dann zu einer grösseren Bewegung kommt, macht sich das auch in einem stärkeren Erdbeben (das stärkste heute hatte die Stärke 5.4) und gleichzeitig auch einer Absenkung. Das kann man gut heute für das Erdbeben gegen 09.04 (das erwähnte 5.4er) beobachten, nach dem sich der Calderaboden gleich um 0.5m absenkte. Die Stelle des Erdbebens und die nachfolgende Absenkung sind in der Graphik der Universität von Island grün markiert.

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