Vulkanausbruch und Publikationen

by Christian on 1 Oktober, 2014

Die Eruption im Holuhraunlavafeld ist seit gestern einen Monat aktiv – das ist deutlich länger als es die Geologen erwartet haben. Die Eruption ist weiterhin stabil und breitet sich gut 2 Quadratkilometer am Tag aus – aktuell bedeckt das frische Lavafeld etwa 47 Quadratkilometer Land. Die Absenkung der Caldera der Bárðarbunga geht ebenfalls weiter, hier haben sich die tiefsten Stellen in den Eiskratern um etwa 30m abgesenkt. Da das Wetter in den letzten Tagen nördlich des Vatnajökull sehr schlecht war, wurde auch die Arbeit der Geologen behindert und es sind teilweise weniger bis keine Beobachtungsergebnisse gewonnen worden.

Die Eruption ist wissenschaftlich ausgesprochen interessant, ein Glücksfall ist hier, das die Gegend bereits mit Meßgeräten versehen war, bevor sich die Eruptionsspalte öffnete. Für die Geologin Þorbjörg Ágústsdóttir, die als Doktorandin der Universität von Cambridge Untersuchungen im Eruptionsgebiet vornimmt, ist das ein ausgesprochener Glücksfall. Sie beschreibt das ganze in einem Interview (auf englisch), welches hier zu finden ist.

Auch die erste wissenschaftliche Publikation über das Einströmen der Magma in den Untergrund, die Deformation der Caldera und die Erdbeben, die damit verbunden sind, ist jetzt erschienen. Sie trägt den Titel „Dike emplacement at Bardarbunga, Iceland, induces unusual stress changes, caldera deformation, and earthquakes„.

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Muffin Oktober 1, 2014 um 10:52 Uhr

Für die Geologin Thorbjorg Agustsdottir

*Þorbjörg Ágústsdóttir

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Christian Oktober 1, 2014 um 12:01 Uhr

Es sind beide Schreibweisen möglich. Die eine wenn man isländische Sonderzeichen zur Verfügung hat, die andere, wenn man darauf verzichten muss.

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Trixl Oktober 2, 2014 um 10:40 Uhr

Heute am Donnerstag, sind wieder mehr Erdbeben zu verzeichnen, haben die Beben um die Katla eigentlich auch eine Bedeutung? Oder bebt’s da sowieso regelmaessig?

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Christian Oktober 4, 2014 um 22:06 Uhr

An der Katla ist praktisch nichts los. Die Region ist auch vulkanisch aktiv (Katla und Eyjafjallajökull), so das das nicht verwunderlich ist. Wie ein Erdbebenschwarm vor einem Ausbruch aussieht, haben wir ja gerade am Vatnajökull zu sehen bekommen. Dagegen ist unterm Mýrdalsjökull absolute Ruhe.

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